Nationalparks · Hessen
Nationalpark Kellerwald-Edersee: Nationalpark seit 2004
Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist seit 2004 als Nationalpark ausgewiesen und liegt in Hessen. Alte, krumme Buchen auf steilen Hängen über dem Edersee — einer der letzten großen Buchenwälder Mitteleuropas ohne Forstwege. Ausgangspunkt für einen Besuch: NationalparkZentrum Kellerwald, Vöhl-Herzhausen (Edertal); der Link daneben öffnet ihn direkt in Google Maps. Den Titel vergibt Hessen per Verordnung — die UNESCO ist daran nicht beteiligt.
NationalparkZentrum Kellerwald, Vöhl-Herzhausen in Edertal (und 2 weitere Zugänge).
Die Eckdaten auf einen Blick
Wer den Titel vergibt, seit wann er gilt und wo ein Besuch anfängt. Was Zusatzinformation über den Ort ist und nicht über den Titel, steht in der Zeile selbst.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Art | Nationalpark — das jeweilige Bundesland per Verordnung |
| Ausgewiesen seit | 2004 |
| Bundesland | Hessen |
| Orte | Edertal, Vöhl, Bad Wildungen |
| UNESCO-Anerkennung | keine — ein Nationalpark ist ein Titel des Bundeslandes |
| Weitere Staaten | keine — das Gebiet liegt allein in Deutschland |
| Ausgangspunkt | NationalparkZentrum Kellerwald, Vöhl-Herzhausen · 51.1667, 8.9833 (eigene Zuordnung) |
⚠ Der Ausgangspunkt ist eine eigene Zuordnung: Er bezeichnet NationalparkZentrum Kellerwald, Vöhl-Herzhausen und ist weder Mittelpunkt noch Grenze des Gebiets. Zur Fläche steht hier nichts — die kursierenden Angaben gehen je nach Stichtag und Abgrenzung auseinander.
Ein Teil dieses Gebiets gehört zu einer Welterbestätte
Alle fünf deutschen Teilgebiete des Buchenwald-Welterbes liegen in einem Nationalpark oder Biosphärenreservat — Jasmund und Serrahn, Grumsin, Hainich und Kellerwald. Das ist kein Zufall: Nur wo seit Jahrzehnten nicht mehr eingeschlagen wurde, steht überhaupt noch ein Wald, der die Kriterien erfüllt.
| Eintrag | Titel | Wer ihn vergibt |
|---|---|---|
| Alte Buchenwälder Deutschlands | UNESCO-Weltnaturerbe | UNESCO-Welterbekomitee |
⚠ Dass hier mehrere Titel auf derselben Fläche liegen, ist unsere Zuordnung — die Verzeichnisse führen jeden Eintrag für sich. Doppelt gezählt wird deshalb nirgends: In jeder Liste steht das Gebiet genau einmal.
Was sonst noch in Reichweite liegt
Über die Titel hinweg sortiert: Nationalparks, Biosphärenreservate, Geoparks und Welterbestätten in einer Liste, nach Luftlinie. Welchen Titel ein Eintrag trägt, steht in der Spalte daneben.
| Ort | km Luftlinie | Titel | Bundesland |
|---|---|---|---|
| Bergpark Wilhelmshöhe | 33 | Weltkulturerbe | Hessen |
| Karolingisches Westwerk und Civitas Corvey | 74 | Weltkulturerbe | Nordrhein-Westfalen |
| Wartburg | 95 | Weltkulturerbe | Thüringen |
| Rhön | 100 | Biosphärenreservat | Bayern, Hessen und Thüringen |
| Nationalpark Hainich | 104 | Nationalpark | Thüringen |
| Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen | 119 | UNESCO Global Geopark | Thüringen |
⚠ Luftlinie zwischen den Ausgangspunkten, nicht Fahrstrecke — eine Fahrzeit hinge am Straßennetz, und dafür gibt es hier keine Quelle. Weil beide Punkte nur Ausgangspunkte sind, können sich zwei Gebiete berühren, deren Punkte 60 km auseinanderliegen.
Was der Titel bedeutet — und was nicht
Der Nationalpark Kellerwald-Edersee, seit 2004 als Nationalpark ausgewiesen, mit beteiligten Bundesländern, Ausgangspunkt und Weg dorthin. Natur sich selbst überlassen: Auf dem größten Teil der Fläche wird nicht mehr eingegriffen, damit Wildnis entstehen kann. Ein Teil dieses Gebiets gehört zu einer Welterbestätte: Alte Buchenwälder Deutschlands. Das ist kein Widerspruch — jeder Titel hat einen eigenen Absender und ein eigenes Ziel; doppelt gezählt wird die Fläche deshalb nirgends.
Das Jahr in der Zeile ist das Jahr der Landesverordnung, mit der der Park ausgewiesen wurde — nicht das Jahr, in dem der Wald oder die Küste entstand. Teile gehören zum Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“; die knorrigen Hangbuchen wuchsen so, weil dort nie Holz geerntet werden konnte.
Zur Fläche steht hier bewusst nichts: Die kursierenden Angaben unterscheiden sich je nach Stichtag und danach, ob Wasserflächen und Entwicklungszonen mitzählen. Der Kartenpunkt bezeichnet NationalparkZentrum Kellerwald, Vöhl-Herzhausen als Ausgangspunkt — er ist weder Mittelpunkt noch Grenze des Gebiets, und bei einem Gebiet dieser Größe können beide weit auseinanderliegen. Zu Öffnungszeiten, Wegesperrungen, Eintritt und Führungen sagt diese Seite nichts; das ändert sich saisonal und steht bei der Verwaltung vor Ort.
Kurz beantwortet
Wer hat den Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgezeichnet?
Hessen — per Verordnung des Landes. Die UNESCO ist an einem Nationalpark nicht beteiligt; das ist der häufigste Irrtum zum Thema.
Was macht den Nationalpark Kellerwald-Edersee besonders?
Alte, krumme Buchen auf steilen Hängen über dem Edersee — einer der letzten großen Buchenwälder Mitteleuropas ohne Forstwege. Teile gehören zum Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“; die knorrigen Hangbuchen wuchsen so, weil dort nie Holz geerntet werden konnte.
Wo fängt man an, wenn man den Nationalpark Kellerwald-Edersee besuchen will?
Ein guter Ausgangspunkt ist NationalparkZentrum Kellerwald, Vöhl-Herzhausen in Edertal — weitere Zugänge liegen bei Vöhl, Bad Wildungen. Der Google-Maps-Link auf dieser Seite führt genau dorthin. Welche Wege offen sind und was eine Führung kostet, steht bei der Verwaltung vor Ort; dazu sagen wir nichts, weil es sich saisonal ändert.
Trägt der Nationalpark Kellerwald-Edersee noch andere Titel?
Ja. Alle fünf deutschen Teilgebiete des Buchenwald-Welterbes liegen in einem Nationalpark oder Biosphärenreservat — Jasmund und Serrahn, Grumsin, Hainich und Kellerwald. Das ist kein Zufall: Nur wo seit Jahrzehnten nicht mehr eingeschlagen wurde, steht überhaupt noch ein Wald, der die Kriterien erfüllt. Betroffen sind hier: Alte Buchenwälder Deutschlands (UNESCO-Weltnaturerbe). Jeder Titel hat einen eigenen Absender und ein eigenes Ziel — gezählt wird die Fläche trotzdem nur einmal je Liste.
Kann der Nationalpark Kellerwald-Edersee den Titel wieder verlieren?
Theoretisch ja: Was ein Land per Verordnung ausweist, kann es per Verordnung ändern. Praktisch ist das in Deutschland noch nicht vorgekommen — Nationalparks wurden bisher eher erweitert als aufgehoben.
