UNESCO-Welterbe · Rheinland-Pfalz und Hessen
Oberes Mittelrheintal: UNESCO-Welterbe seit 2002
Das Oberes Mittelrheintal steht seit 2002 auf der Welterbeliste der UNESCO. Die Stätte liegt in Rheinland-Pfalz und Hessen, Ausgangspunkt für einen Besuch ist Bingen. 65 Rheinkilometer zwischen Bingen und Koblenz mit rund 40 Burgen, Steillagen-Weinbergen und Städtchen — die Landschaft, die die Rheinromantik erfunden hat.
Warum das Oberes Mittelrheintal Welterbe ist
Der Titel hängt nicht an Alter oder Schönheit, sondern an den Kriterien der Welterbekonvention. Für diese Stätte hat das Komitee 3 davon festgestellt.
- (ii)zeigt einen bedeutenden Austausch menschlicher Werte — in Architektur, Technik, Städtebau oder Landschaftsgestaltung
- (iv)ein herausragendes Beispiel für einen Bautyp oder ein Ensemble, das eine bedeutende Epoche der Geschichte veranschaulicht
- (v)ein herausragendes Beispiel traditioneller Siedlungs- oder Landnutzungsformen, besonders wenn sie bedroht sind
⚠ Die Kriterientexte sind hier auf einen Satz gekürzt. Maßgeblich ist der Wortlaut der Richtlinien für die Durchführung des Welterbeübereinkommens.
Die Eckdaten auf einen Blick
Was von der UNESCO stammt und was unsere eigene Zuordnung ist, steht in der Zeile selbst.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Art | Weltkulturerbe (UNESCO) |
| Auf der Liste seit | 2002 |
| Aufnahmekriterien | (ii), (iv) und (v) (UNESCO) |
| Bundesland | Rheinland-Pfalz und Hessen |
| Orte | Bingen, Rüdesheim, Sankt Goarshausen, Koblenz |
| Umfang | eine zusammenhängende Stätte |
| Weitere Staaten | keine — die Stätte liegt allein in Deutschland |
| Kategorie | Kulturlandschaft (eigene Zuordnung) |
| Epoche | epochenübergreifend (eigene Zuordnung) |
| Kartenpunkt | Loreley · 50.1389, 7.7292 |
⚠ Der Kartenpunkt ist ein Orientierungspunkt, keine Grenze des Schutzgebiets. Bestand: 48. Sitzung des Welterbekomitees, Busan (Republik Korea), 19.–29. Juli 2026.
Welterbe im Umkreis
Luftlinie zwischen den Kartenpunkten, nicht Fahrstrecke — eine Fahrzeit hinge an Straßennetz und Verkehr, und dafür haben wir keine Quelle.
| Stätte | km Luftlinie | Bundesland | Seit |
|---|---|---|---|
| Obergermanisch-Raetischer Limes | 61 | Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern | 2005 |
| SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz | 72 | Rheinland-Pfalz | 2021 |
| Mathildenhöhe Darmstadt | 73 | Hessen | 2021 |
| Grube Messel | 77 | Hessen | 1995 |
| Kloster und Altenmünster Lorsch | 81 | Hessen | 1991 |
⚠ Zwei Stätten können näher beieinander liegen, als die Punkte zeigen: Bei mehrteiligen Stätten steht der Punkt auf einem Einzelobjekt, andere Bestandteile liegen woanders.
Oberes Mittelrheintal einordnen
Die Eckdaten der Einschreibung: Jahr, Aufnahmekriterien, Bundesland und Ort — dazu ein Kartenpunkt und der direkte Weg zu Google Maps.
Die Aufnahmekriterien (i) bis (x) sind der eigentliche Grund für den Titel. Sie sagen, worin der außergewöhnliche universelle Wert liegt — nicht, wie schön oder wie alt etwas ist. Der Kartenpunkt zeigt auf Loreley.
Zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Führungen und Barrierefreiheit steht hier nichts: Das ändert sich zu schnell für eine Seite, die jede Angabe belegen will. Kategorie und Epoche sind unsere Zuordnung und kein UNESCO-Merkmal.
Kurz beantwortet
Seit wann ist das Oberes Mittelrheintal UNESCO-Welterbe?
Seit 2002. Eingeschrieben wurde die Stätte unter den Kriterien (ii), (iv) und (v) als Weltkulturerbe.
Wo liegt das Oberes Mittelrheintal?
In Rheinland-Pfalz und Hessen, verteilt auf Bingen, Rüdesheim, Sankt Goarshausen, Koblenz. Auf dieser Seite gibt es einen Link, der die Stätte direkt in Google Maps öffnet.
Was sollte man über das Oberes Mittelrheintal wissen?
Auf diesen 65 Kilometern stehen mehr Burgen und Burgruinen als auf jedem anderen Flussabschnitt der Welt.
