Zeit & Termine · Sommerzeit und Normalzeit

Zeitumstellung: wann die Uhren umgestellt werden

25.10.20263:00 → 2:00 Uhr
In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026, wird die Uhr um 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist eine Stunde länger — du schläfst eine Stunde mehr.
Ende der SommerzeitRL 2000/84/EGberechnet, nicht abgeschrieben
Beschlossen und trotzdem in Kraft

Das Europäische Parlament hat 2019 für ein Ende der Umstellung ab 2021 gestimmt. Weil der Rat der Mitgliedstaaten seit 7 Jahren keine gemeinsame Position findet, gilt die alte Richtlinie unverändert weiter.

Warum es hängt →
Aktuell · Stand 08/2026 · wir prüfen wieder am 01.02.2027Quelle (öffnet in neuem Tab)

Die Uhren werden am 25. Oktober 2026 umgestellt: In der Nacht zum Sonntag springt die Uhr von 3:00 auf 2:00 Uhr, wird also zurückgestellt. Die Nacht ist eine Stunde länger — du schläfst eine Stunde mehr. Es ist die 94. Umstellung seit der Wiedereinführung 1980 — beschlossen abgeschafft ist sie seit 2019.

Umstellungen seit 1980
93
zweimal im Jahr seit der Wiedereinführung am 6. April 1980
Sommerzeit 2026
210 Tage
1 % des Jahres — mehr als die gesetzliche Normalzeit
Normalzeit 2026
155 Tage
umgangssprachlich „Winterzeit“ — juristisch die Regel, zeitlich die Ausnahme
Für die Abschaffung
1 %
von 4,6 Mio. Rückmeldungen in der EU-Konsultation 2018
Termine · 2026 bis 2034

Alle kommenden Umstellungen auf einen Blick

Die Termine folgen einer festen Regel: Beginn am letzten Sonntag im März, Ende am letzten Sonntag im Oktober, jeweils um 1:00 Uhr Weltzeit. 2026 ist das der 29. März 2026 und der 25. Oktober 2026. Umgestellt wird immer nachts, damit möglichst wenige Arbeits- und Fahrpläne betroffen sind.

Termine der Zeitumstellung 2026 bis 2034
DatumWochentagUhrzeitWas passiertFür dich
25. Oktober 2026Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf
28. März 2027Sonntag2:00 → 3:00 UhrBeginn der Sommerzeiteine Stunde weniger Schlaf
31. Oktober 2027Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf
26. März 2028Sonntag2:00 → 3:00 UhrBeginn der Sommerzeiteine Stunde weniger Schlaf
29. Oktober 2028Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf
25. März 2029Sonntag2:00 → 3:00 UhrBeginn der Sommerzeiteine Stunde weniger Schlaf
28. Oktober 2029Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf
31. März 2030Sonntag2:00 → 3:00 UhrBeginn der Sommerzeiteine Stunde weniger Schlaf
27. Oktober 2030Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf
30. März 2031Sonntag2:00 → 3:00 UhrBeginn der Sommerzeiteine Stunde weniger Schlaf
26. Oktober 2031Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf
28. März 2032Sonntag2:00 → 3:00 UhrBeginn der Sommerzeiteine Stunde weniger Schlaf
31. Oktober 2032Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf
27. März 2033Sonntag2:00 → 3:00 UhrBeginn der Sommerzeiteine Stunde weniger Schlaf
30. Oktober 2033Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf
26. März 2034Sonntag2:00 → 3:00 UhrBeginn der Sommerzeiteine Stunde weniger Schlaf
29. Oktober 2034Sonntag3:00 → 2:00 UhrEnde der Sommerzeiteine Stunde mehr Schlaf

Die Regel gilt unbefristet. Sollte der Rat der EU die Abschaffung beschließen, sind alle Termine ab dem Wirksamkeitsdatum hinfällig — ein solcher Beschluss liegt bislang nicht vor.

Grafik · Dauer der Sommerzeit

Die Ausnahme dauert länger als die Regel

Die Sommerzeit dauert 2026 210 Tage, die gesetzliche Normalzeit 155. Was im Alltag „Winterzeit“ heißt, ist juristisch die Normalzeit — und gilt trotzdem den kleineren Teil des Jahres (0 % statt 1 %). Seit 1996 endet die Sommerzeit im Oktober statt im September; genau dieser eine Monat kippt das Verhältnis.

Kurzfassung: Säulendiagramm der Sommerzeit-Dauer je Jahr: durchweg über 200 Tage, 2026 sind es 210 von 365 Kalendertagen.

2032 217 Tage

Tippen oder Pfeiltasten: jeden einzelnen Wert ablesen.

Dauer der Sommerzeit je Jahr in TagenSäulendiagramm der Sommerzeit-Dauer je Jahr: durchweg über 200 Tage, 2026 sind es 210 von 365 Kalendertagen.0 Tage50 Tage100 Tage150 Tage200 Tage250 Tage217 Tage202120232025210 Tage20272029217 Tage2032

Gezählt sind volle Kalendertage zwischen den beiden Umstellungssonntagen. Die Schwankung von wenigen Tagen entsteht nur dadurch, auf welchen Kalendertag der letzte Sonntag jeweils fällt — nicht durch eine Änderung der Regel.

Geschichte · seit 1893

Deutschland hat die Sommerzeit erfunden — und zweimal wieder abgeschafft

Die Umstellung ist keine EU-Erfindung und auch keine Idee der Landwirtschaft. Sie kam dreimal, und jedes Mal ging es um Energie.

  1. 1893

    Deutschland bekommt überhaupt erst eine einheitliche Zeit

    Bis dahin galt in jeder Region die lokale Sonnenzeit — der Eisenbahnverkehr rechnete mit einem Flickenteppich von Ortszeiten. Zum 1. April 1893 wird die Mitteleuropäische Zeit reichsweit verbindlich. Ohne diesen Schritt gäbe es nichts, das man später um eine Stunde verschieben könnte.

  2. 1916–1918

    Die erste Sommerzeit der Welt — als Kriegsmaßnahme

    Am 30. April 1916 stellen das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn als erste Staaten überhaupt die Uhren vor. Das Ziel ist nicht Freizeit, sondern Kohle: Wer das Tageslicht besser ausnutzt, verbraucht abends weniger Licht. Andere Kriegsparteien ziehen binnen Wochen nach. Nach dem Krieg wird die Regelung wieder abgeschafft.

  3. 1940–1949

    Zweite Runde — mit einem Ausreißer

    Ab 1940 gilt erneut Sommerzeit, zeitweise sogar ganzjährig. 1947 kommt es zum bislang einzigen deutschen Experiment mit einer „Hochsommerzeit“: Vom 11. Mai bis zum 29. Juni gehen die Uhren zwei Stunden vor. 1949 endet die Sommerzeit in beiden deutschen Staaten — und bleibt 30 Jahre lang weg.

  4. 1980

    Wiedereinführung — und die deutsche Besonderheit

    Nach der Ölkrise führen mehrere europäische Länder die Sommerzeit wieder ein, Frankreich schon 1976. Die Bundesrepublik wartet, bis die DDR mitzieht: Eine getrennte Zeitrechnung hätte mitten durch Berlin verlaufen. Am 6. April 1980 stellen beide deutschen Staaten die Uhren zum selben Zeitpunkt vor.

  5. 1996

    Die Sommerzeit wird einen Monat länger

    Bis 1995 endet die Sommerzeit am letzten Sonntag im September. Seit 1996 gilt EU-weit einheitlich der letzte Oktobersonntag — seither dauert die Sommerzeit rund sieben Monate und ist damit länger als die gesetzliche Normalzeit, die umgangssprachlich „Winterzeit“ heißt.

  6. seit 2001

    Aus der befristeten Regel wird Dauerrecht

    Zuvor musste die EU die Sommerzeit alle paar Jahre neu beschließen. Die Richtlinie 2000/84/EG macht sie unbefristet: Sie gilt, bis sie jemand aufhebt. Genau das ist der Grund, warum das Umstellen weitergeht, obwohl politisch längst Einigkeit über sein Ende behauptet wird.

  7. 2018–2019

    Die Abschaffung wird beschlossen — und dann nicht umgesetzt

    Eine EU-Konsultation bringt 2018 rund 4,6 Millionen Rückmeldungen, etwa 84 Prozent davon für ein Ende der Umstellung. Im März 2019 stimmt das Europäische Parlament dafür, ab 2021 Schluss zu machen. Der Rat der Mitgliedstaaten müsste zustimmen — und findet bis heute keine gemeinsame Position, weil südliche Länder dauerhafte Sommerzeit wollen und nördliche die Normalzeit.

Bewusst knapp gehalten: Angaben zu regionalen Sonderzeiten der unmittelbaren Nachkriegsjahre ließen sich nicht zweifelsfrei belegen und fehlen hier deshalb, statt als Anekdote mitzulaufen.

Stand der Abschaffung

Seit 7 Jahren beschlossen — und nicht in Kraft

Der häufigste Irrtum zu diesem Thema: Die Abschaffung sei gescheitert. Sie ist nicht gescheitert, sie ist unerledigt — und der Grund ist nicht das Ob, sondern das Danach.

2018

Die EU-Kommission befragt die Öffentlichkeit. Es kommen rund 4,6 Millionen Rückmeldungen — die größte Beteiligung, die eine EU-Konsultation je hatte. Etwa 1 % sprechen sich für ein Ende der Umstellung aus. Die Kommission schlägt daraufhin die Abschaffung vor.

2019

Das Europäische Parlament stimmt zu: Ab 2021 soll Schluss sein. Jedes Land soll selbst entscheiden dürfen, ob es dauerhaft bei der Sommerzeit oder bei der Normalzeit bleibt.

seit 2019

Im Rat der Mitgliedstaaten passiert nichts. Damit ein Land dauerhaft umstellen kann, müssten sich die Nachbarn abstimmen — sonst entstehen mitten in Europa neue Zeitgrenzen. Südliche Staaten wollen die dauerhafte Sommerzeit für lange helle Abende, nördlichere und die meisten Schlafmediziner die Normalzeit. Ohne gemeinsame Position gilt die Richtlinie 2000/84/EG weiter — und die Uhren werden weiter umgestellt.

Der Verfahrensstand ist eine Momentaufnahme. Käme im Rat eine Einigung zustande, bräuchte die Umsetzung zusätzlich Vorlauf für Fahrpläne, IT-Systeme und nationale Gesetze.

Wo die Zahl endet

Eine Zahl gilt so weit, wie ihre Quelle reicht.

Sören Striewski hat diese Zahl eingelesen und gegen die Quelle geprüft.Betreibt Klarbelegt allein · 205 Quellen, jede mit Prüftermin · Wie ich arbeite
Zitieren

Sören Striewski: „Zeitumstellung: wann die Uhren umgestellt werden“. Klarbelegt, Stand 08/2026. https://klarbelegt.de/zeitumstellung

Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.

Zahlen einordnen

Woher die Termine kommen — und warum sich nichts ändert

Was die Zahl zeigt

Die Termine stehen nicht in einem Kalender, sondern folgen einer Regel: Nach Art. 2 und 3 der Richtlinie 2000/84/EG beginnt die Sommerzeit am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober, jeweils um 1:00 Uhr Weltzeit — in Deutschland also 2:00 → 3:00 Uhr im Frühjahr und 3:00 → 2:00 Uhr im Herbst. National umgesetzt ist das über das Zeitgesetz und die Sommerzeitverordnung; die gesetzliche Zeit verbreitet die Physikalisch-Technische Bundesanstalt. Alle Termine dieser Seite sind aus dieser Regel berechnet.

Wie du sie liest

„Sommerzeit“ ist die verschobene Zeit (MESZ, UTC+2), „Winterzeit“ das umgangssprachliche Wort für die gesetzliche Normalzeit (MEZ, UTC+1). Im Frühjahr fehlt eine Stunde, im Herbst gibt es eine geschenkt — die Nacht zum letzten Oktobersonntag ist die längste des Jahres. Die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr existiert im März gar nicht und im Oktober zweimal; Fahrpläne, Schichtpläne und Arbeitszeitkonten müssen das abbilden.

Wo die Grenze liegt

Ob die Umstellung tatsächlich Energie spart, ist umstritten: Beleuchtung wird gespart, Heizen am kühlen Morgen kostet mehr — das Umweltbundesamt hält den Nettoeffekt für vernachlässigbar. Gesundheitliche Folgen (Schlafstörungen, Konzentration in den Tagen danach) sind gut belegt, ihr Ausmaß aber umstritten. Und ein Termin für das Ende der Umstellung existiert nicht: Der Beschluss des Europäischen Parlaments von 2019 ist ohne Zustimmung des Rates nicht in Kraft — bis dahin gilt die Richtlinie unverändert weiter.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wann wird die Uhr das nächste Mal umgestellt?

Am 25. Oktober 2026. In der Nacht zum Sonntag wird die Uhr um 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist eine Stunde länger — du schläfst eine Stunde mehr. 2026 sind die beiden Termine der 29. März 2026 (Beginn der Sommerzeit) und der 25. Oktober 2026 (Ende). 2027 sind es der 28. März 2027 und der 31. Oktober 2027.

Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?

Im Frühjahr vor, im Herbst zurück — die Eselsbrücke lautet: Im Sommer stellt man die Gartenmöbel VOR die Tür, im Winter ZURÜCK in den Schuppen. Beim Vorstellen im März wird aus 2:00 Uhr direkt 3:00 Uhr, die Nacht ist eine Stunde kürzer. Beim Zurückstellen im Oktober wird aus 3:00 Uhr wieder 2:00 Uhr, die Nacht ist eine Stunde länger.

Was ist der Unterschied zwischen Winterzeit und Normalzeit?

Es ist dasselbe — nur heißt es im Gesetz anders. Die gesetzliche Zeit in Deutschland ist die Mitteleuropäische Zeit (MEZ, UTC+1); „Winterzeit“ ist der Alltagsbegriff dafür. Die Sommerzeit (MESZ, UTC+2) ist die Ausnahme, gilt aber mit 210 von 365 Tagen den größeren Teil des Jahres. Die Ausnahme dauert also länger als die Regel.

Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Ein Termin steht nicht fest. Nach einer EU-Konsultation 2018 mit rund 4,6 Millionen Rückmeldungen — etwa 1 % davon für ein Ende — stimmte das Europäische Parlament 2019 dafür, ab 2021 nicht mehr umzustellen. In Kraft treten kann das aber nur, wenn auch der Rat der Mitgliedstaaten zustimmt, und dort liegt der Vorgang seit 7 Jahren ohne gemeinsame Position. Der Streitpunkt ist nicht das Ob, sondern das Was danach: Südeuropäische Staaten wollen dauerhafte Sommerzeit, nördlichere und die meisten Schlafmediziner die Normalzeit. Solange nichts entschieden ist, gilt die Richtlinie 2000/84/EG unverändert weiter.

Warum gibt es die Sommerzeit überhaupt?

Der ursprüngliche Zweck war Energiesparen: 1916 führten das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn die Sommerzeit als erste Staaten der Welt ein, um im Ersten Weltkrieg Kohle für Beleuchtung zu sparen. Die heutige Regelung geht auf die Ölkrise der 1970er zurück. Ob sie noch Energie spart, ist umstritten — Beleuchtung wird gespart, Heizen am kühleren Morgen kostet zusätzlich; das Umweltbundesamt hält den Saldo für vernachlässigbar.

Wie oft wurde seit 1980 umgestellt?

93 Mal — zweimal jährlich seit der Wiedereinführung am 6. April 1980. Damals stellten die Bundesrepublik und die DDR gemeinsam um: Eine getrennte Zeitrechnung wäre mitten durch Berlin verlaufen. Bis 1995 endete die Sommerzeit schon im September, seit 1996 EU-weit einheitlich im Oktober.

Muss ich Uhren im Auto und am Herd selbst umstellen?

Meistens ja. Smartphones, Computer und alle funkuhrgesteuerten Geräte holen sich die Zeit automatisch — das Zeitsignal kommt vom Langwellensender DCF77, der die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt überträgt. Autoradios ohne Verkehrsfunk-Zeitsignal, Backöfen, Mikrowellen und Armbanduhren ohne Funkempfang bleiben Handarbeit.

Weiterlesen

Datenpflege

Wie aktuell ist diese Seite?

Der Daten-Status zeigt Quelle, Stand und nächsten Prüftermin. Neue Veröffentlichungen erscheinen zusätzlich im RSS-Feed. Quelle und Prüftermin ansehen · RSS-Feed