Biosphärenreservate · Sachsen

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft: Biosphärenreservat seit 1996

Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist seit 1996 von der UNESCO anerkannt und liegt in Sachsen. Über tausend Fischteiche, seit dem Mittelalter angelegt, dazwischen Heide, Moor und Kiefernwald — und der einzige deutsche Lebensraum, in dem der Wolf zurückkehrte. Ausgangspunkt für einen Besuch: Haus der Tausend Teiche, Malschwitz; der Link daneben öffnet ihn direkt in Google Maps. Den Titel vergibt die UNESCO im Programm „Der Mensch und die Biosphäre“, auf Antrag des Landes.

1996
Jahr der UNESCO-Anerkennung
Die Teiche sind Menschenwerk und trotzdem der Grund für den Artenreichtum: Seeadler, Fischotter und Rohrdommel leben von ihnen.
BiosphärenreservatSachsenUNESCO-anerkannt
Hinkommen

Haus der Tausend Teiche, Malschwitz (und 2 weitere Zugänge).

Steckbrief

Die Eckdaten auf einen Blick

Wer den Titel vergibt, seit wann er gilt und wo ein Besuch anfängt. Was Zusatzinformation über den Ort ist und nicht über den Titel, steht in der Zeile selbst.

Steckbrief Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
AngabeWert
ArtBiosphärenreservat — die UNESCO im Programm „Der Mensch und die Biosphäre“, auf Antrag des Landes
Anerkannt seit1996
BundeslandSachsen
OrteMalschwitz, Bautzen, Königswartha
UNESCO-Anerkennungseit 1996
Weitere Staatenkeine — das Gebiet liegt allein in Deutschland
AusgangspunktHaus der Tausend Teiche, Malschwitz · 51.2833, 14.5167 (eigene Zuordnung)

⚠ Der Ausgangspunkt ist eine eigene Zuordnung: Er bezeichnet Haus der Tausend Teiche, Malschwitz und ist weder Mittelpunkt noch Grenze des Gebiets. Zur Fläche steht hier nichts — die kursierenden Angaben gehen je nach Stichtag und Abgrenzung auseinander.

In der Nähe

Was sonst noch in Reichweite liegt

Über die Titel hinweg sortiert: Nationalparks, Biosphärenreservate, Geoparks und Welterbestätten in einer Liste, nach Luftlinie. Welchen Titel ein Eintrag trägt, steht in der Spalte daneben.

Schutzgebiete und Welterbe in der Nähe von Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
Ortkm LuftlinieTitelBundesland
Muskauer Faltenbogen32UNESCO Global GeoparkSachsen und Brandenburg
Muskauer Park32WeltkulturerbeSachsen
Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine — Herrnhut33WeltkulturerbeSachsen
Nationalpark Sächsische Schweiz46NationalparkSachsen
Spreewald75BiosphärenreservatBrandenburg
Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří132WeltkulturerbeSachsen

⚠ Luftlinie zwischen den Ausgangspunkten, nicht Fahrstrecke — eine Fahrzeit hinge am Straßennetz, und dafür gibt es hier keine Quelle. Weil beide Punkte nur Ausgangspunkte sind, können sich zwei Gebiete berühren, deren Punkte 60 km auseinanderliegen.

Zahlen einordnen

Was der Titel bedeutet — und was nicht

Was die Zahl zeigt

Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, seit 1996 von der UNESCO anerkannt, mit beteiligten Bundesländern, Ausgangspunkt und Weg dorthin. Zeigen, wie Wirtschaften und Naturschutz zusammengehen — Menschen, Dörfer und Landwirtschaft gehören ausdrücklich dazu.

Wie du sie liest

Das Jahr in der Zeile ist das Jahr der UNESCO-Anerkennung, nicht das der Landesausweisung — beide fallen selten zusammen. Die Teiche sind Menschenwerk und trotzdem der Grund für den Artenreichtum: Seeadler, Fischotter und Rohrdommel leben von ihnen.

Wo die Grenze liegt

Zur Fläche steht hier bewusst nichts: Die kursierenden Angaben unterscheiden sich je nach Stichtag und danach, ob Wasserflächen und Entwicklungszonen mitzählen. Der Kartenpunkt bezeichnet Haus der Tausend Teiche, Malschwitz als Ausgangspunkt — er ist weder Mittelpunkt noch Grenze des Gebiets, und bei einem Gebiet dieser Größe können beide weit auseinanderliegen. Zu Öffnungszeiten, Wegesperrungen, Eintritt und Führungen sagt diese Seite nichts; das ändert sich saisonal und steht bei der Verwaltung vor Ort.

Alle Biosphärenreservate im Überblick →
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wer hat die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ausgezeichnet?

Die UNESCO im Programm „Der Mensch und die Biosphäre“, seit 1996, auf Antrag von Sachsen.

Was macht die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft besonders?

Über tausend Fischteiche, seit dem Mittelalter angelegt, dazwischen Heide, Moor und Kiefernwald — und der einzige deutsche Lebensraum, in dem der Wolf zurückkehrte. Die Teiche sind Menschenwerk und trotzdem der Grund für den Artenreichtum: Seeadler, Fischotter und Rohrdommel leben von ihnen.

Wo fängt man an, wenn man die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft besuchen will?

Ein guter Ausgangspunkt ist Haus der Tausend Teiche, Malschwitz — weitere Zugänge liegen bei Bautzen, Königswartha. Der Google-Maps-Link auf dieser Seite führt genau dorthin. Welche Wege offen sind und was eine Führung kostet, steht bei der Verwaltung vor Ort; dazu sagen wir nichts, weil es sich saisonal ändert.

Ist die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft auch UNESCO-Welterbe?

Nein. Welterbe ist ein eigener Titel des UNESCO-Welterbekomitees mit eigenen Kriterien; ein Biosphärenreservat bringt ihn nicht mit. In Deutschland gibt es Flächen, die beides sind — das Wattenmeer etwa —, aber es sind zwei getrennte Entscheidungen.

Kann die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft den Titel wieder verlieren?

Ja. Die UNESCO überprüft jedes Biosphärenreservat alle zehn Jahre; erfüllt ein Gebiet die Kriterien nicht mehr, kann die Anerkennung entzogen werden, und Staaten können sie auch zurückgeben.

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