Bildung & Schule · Ausgaben je Schülerin und Schüler
Bildungsausgaben: 10.500 € je Schülerin und Schüler
2024 gaben die öffentlichen Haushalte im Schnitt 10.500 € für eine Schülerin oder einen Schüler an einer öffentlichen Schule aus — 700 € oder 7,1 % mehr als im Jahr davor, überwiegend wegen gestiegener Personalkosten. Drei Viertel des Betrags sind Gehälter. Das gesamte Bildungsbudget lag 2024 bei 305 Mrd. € oder 7,0 % der Wirtschaftsleistung; gleichzeitig sehen die Kommunen an ihren Schulgebäuden einen Investitionsrückstand von 68,9 Mrd. €.
Für Neubau und Sanierung bleiben davon 1.100 € im Jahr. Den aufgelaufenen Rückstand an Schulgebäuden beziffern die Kommunen auf 68,9 Mrd. €.
Zum Sanierungsstau →Von 8.200 € auf 10.500 € in 5 Jahren
Der Sprung auf 2024 beträgt 700 € oder 7,1 % und geht überwiegend auf gestiegene Personalkosten zurück, nicht auf zusätzliche Stellen. Nominal sind die Ausgaben je Kopf seit 2019 um 28 % gestiegen; in denselben Jahren sind Tariflöhne und Baupreise kräftig geklettert. Alle Werte sind auf volle 100 € gerundet veröffentlicht — welches Jahr den stärksten Anstieg hatte, lässt sich daraus nicht entscheiden.
Kurzfassung: Säulen der Ausgaben je Schülerin und Schüler in Euro, von 8.200 € (2019) auf 10.500 € (2024).
202410.500 €
Tippen oder Pfeiltasten: jeden einzelnen Wert ablesen.
| Berichtsjahr | € je Kopf |
|---|---|
| 2019 | 8.200 € |
| 2020 | 8.500 € |
| 2021 | 9.200 € |
| 2022 | 9.500 € |
| 2023 | 9.800 € |
| 2024 | 10.500 € |
| Berichtsjahr | öffentliche Schulen insgesamt | allgemeinbildende Schulen | berufliche Schulen |
|---|---|---|---|
| 2024 | 10.500 € | 11.300 € | nicht ausgewiesen |
| 2023 | 9.800 € | 10.500 € | 7.100 € |
| 2022 | 9.500 € | 10.200 € | 6.700 € |
| 2021 | 9.200 € | 9.900 € | nicht ausgewiesen |
| 2020 | 8.500 € | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| 2019 | 8.200 € | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
Die Lücken in den beiden rechten Spalten sind keine Datenpanne: Destatis weist die Aufteilung nach allgemeinbildenden und beruflichen Schulen erst mit dem ausführlichen Bericht aus, der später erscheint als der Gesamtwert. Wir tragen nach, was veröffentlicht ist, und schätzen nichts dazwischen — so kommen unsere Zahlen zustande.
⚠ Euro je Kopf, Null-Baseline, nominal — nicht um die Preisentwicklung bereinigt. Bezugsgröße sind ausschließlich öffentliche Schulen; Schulen in freier Trägerschaft sind aus der Kennzahl herausgerechnet. Es ist eine Ausgaben-, keine Kostenrechnung: Abschreibungen auf Gebäude und Versorgungslasten pensionierter Lehrkräfte sind nicht enthalten, soweit sie nicht im laufenden Haushalt verbucht sind.
Drei Viertel sind Gehälter — 10,5 % sind Bau
Von 10.500 € je Kopf sind 7.900 € Gehälter. Für Neubau und Sanierung bleiben 1.100 € — 10,5 %. Die Anteile sind hier aus den gezeigten Euro-Beträgen gerechnet und mit einer Nachkommastelle angegeben: Auf ganze Prozent gerundet ergäben dieselben Werte 99 statt 100.
Kurzfassung: Gestapelte Balken für 2021 9.200 €, 2023 9.800 €, 2024 10.500 €. Der Personalanteil ist in jedem Jahr der mit Abstand größte.
Personal laufender Sachaufwand Investitionen
| Berichtsjahr | Personal | laufender Sachaufwand | Investitionen | je Kopf zusammen |
|---|---|---|---|---|
| 2024 | 7.900 € | 1.500 € | 1.100 € | 10.500 € |
| 2023 | 7.400 € | 1.400 € | 1.000 € | 9.800 € |
| 2021 | 7.000 € | 1.300 € | 900 € | 9.200 € |
Der Investitionsanteil ist der kleinste Posten — und zugleich der, an dem der Sanierungsstau hängt. 1.100 € je Kopf und Jahr stehen einem aufgelaufenen Rückstand an Schulgebäuden von 68,9 Mrd. € gegenüber. Dass der Personalanteil steigt, ist dabei keine Fehlsteuerung: Unterricht ist Arbeit von Menschen, und in einem personalintensiven Bereich schlagen Tarifabschlüsse direkt auf die Kennzahl durch, ohne dass eine zusätzliche Stelle entstanden wäre.
⚠ Nur die Jahre mit vollständiger Aufteilung sind dargestellt — für 2019, 2020, 2022 liegt sie nicht vor. Die amtlichen Prozentangaben sind auf ganze Zahlen gerundet und ergäben zusammen 99 bzw. 100; die hier gezeigten Anteile sind aus den Euro-Beträgen mit einer Nachkommastelle gerechnet und gehen auf 100,0 % auf.
Ein Grundschulplatz kostet 2.500 € weniger als ein Gymnasialplatz
Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Platz liegen 4.500 € im Jahr: Integrierte Gesamtschule 11.600 €, Berufliche Schulen 7.100 €. Die Aufteilung nach einzelnen Schularten veröffentlicht Destatis mit einem Jahr Verzug gegenüber dem Gesamtwert. Für 2024 liegen bisher nur der Gesamtwert und die allgemeinbildenden Schulen vor — deshalb steht dieses Modul geschlossen auf dem Berichtsjahr 2023 und mischt keine zwei Jahre in eine Grafik.
Die Unterschiede sind strukturell: mehr Fachunterricht in kleineren Gruppen, teurere Fachräume, höher eingruppierte Lehrkräfte und mehr Wochenstunden je Kopf treiben die Kosten an den weiterführenden Schulen. Bildungsökonomisch bleibt der Befund trotzdem bemerkenswert — die Wirkung zusätzlicher Mittel ist nach der Forschungslage in den frühen Jahren am größten, und genau dort liegt der günstigste Platz des allgemeinbildenden Systems. An beruflichen Schulen ist der Wert vor allem deshalb niedrig, weil im dualen System ein erheblicher Teil der Ausbildungskosten bei den Betrieben liegt und in dieser Kennzahl gar nicht auftaucht.
⚠ Alle Balken stammen aus demselben Berichtsjahr 2023 und nicht aus 2024: Die Aufteilung nach einzelnen Schularten erscheint mit einem Jahr Verzug. Zwei Jahrgänge in eine Grafik zu mischen, hieße Werte zu vergleichen, zwischen denen ein Tarifabschluss liegt. Hauptschulen, Realschulen und Förderschulen sind hier nicht abgebildet — für sie lagen keine belegten Werte vor.
305 Mrd. € für Bildung — 7,0 % der Wirtschaftsleistung
Das Bildungsbudget ist die international vergleichbare Gesamtrechnung: alles, was öffentliche Haushalte UND der private Bereich für Bildung aufwenden, von der Krippe bis zur Weiterbildung. Der Schulbereich ist darin der größte Posten, aber längst nicht alles. Zählt man Forschung und Wissenschaft dazu, sind es 426 Mrd. € oder 9,8 % des Bruttoinlandsprodukts.
| Bereich | Ausgaben 2024 | Anteil am Bildungsbudget | Was dazugehört |
|---|---|---|---|
| Schulen und schulnaher Bereich | 141 Mrd. € | 46 % | Allgemeinbildende und berufliche Schulen samt Schülerbeförderung und Schulverwaltung |
| Hochschulen und tertiäre Bildung | 55 Mrd. € | 18 % | einschließlich Forschung und Entwicklung an den Hochschulen |
| Kindertageseinrichtungen | 50 Mrd. € | 16 % | Krippe, Kindergarten und Hort — der am schnellsten gewachsene Posten |
| Übrige Bildungsbereiche | 59 Mrd. € | 19 % | Betriebliche Ausbildung im dualen System, Weiterbildung, Ausbildungsförderung und sonstige Bildungseinrichtungen. Dieser Posten wird aus den gezeigten Werten gerechnet, nicht abgeschrieben. |
Die letzte Zeile ist kein veröffentlichter Wert, sondern die Differenz: 305 Mrd. € Bildungsbudget minus der drei ausgewiesenen Bereiche ergibt 59 Mrd. € (19 %). Betriebliche Ausbildung im dualen System, Weiterbildung, Ausbildungsförderung und sonstige Bildungseinrichtungen. Dieser Posten wird aus den gezeigten Werten gerechnet, nicht abgeschrieben. Die Anteilsspalte ist auf ganze Prozent gerundet und ergibt zusammen 99 statt 100 — die Euro-Beträge daneben gehen dagegen auf.
Wichtig für den Vergleich mit der Zahl oben: Das Bildungsbudget und die Ausgaben je Schülerin und Schüler messen nicht dasselbe. Das Budget enthält Kitas, Hochschulen, die betriebliche Ausbildung und private Träger; die Pro-Kopf-Kennzahl nur öffentliche Schulen. Die beiden Zahlen lassen sich nicht ineinander umrechnen — und der BIP-Anteil steht hier so, wie das Statistische Bundesamt ihn berechnet, statt aus den Euro-Beträgen nachgerechnet zu werden: ein selbst gerechneter Anteil wiche in der zweiten Stelle ab.
⚠ Vorläufige Berechnung für 2024. Das Bildungsbudget folgt dem Abgrenzungskonzept von OECD und EU und ist deshalb nicht mit einem Landeshaushalt vergleichbar. Die BIP-Anteile sind amtlich berechnet und hier nicht nachgerechnet — Destatis rechnet gegen einen eigenen BIP-Stand.
Schulgebäude sind der größte Posten im Sanierungsstau
Die Kommunen beziffern ihren gesamten Investitionsrückstand für 2025 auf 231,2 Mrd. € — ein Höchstwert, 15,5 Mrd. € mehr als in der Vorjahresbefragung. Auf Schulgebäude entfallen davon 68,9 Mrd. € oder 30 %: mehr als auf Straßen und Verkehr und mehr als auf jeden anderen Bereich.
Die Umlage ist ein Größenverhältnis, keine Finanzierungsrechnung: 68,9 Mrd. € geteilt durch 11,5 Millionen Lernende im Schuljahr 2025/2026 ergibt rund 5.991 € je Kopf — etwa 57 % einer Jahresausgabe. Der Rückstand ist über viele Jahre aufgelaufen und betrifft nur Gebäude in kommunaler Trägerschaft; die Jahresausgabe finanziert dagegen den laufenden Betrieb. Gegenüber der Vorjahresbefragung ist der Schul-Rückstand um 1,1 Mrd. € gewachsen.
⚠ Kein amtlicher Wert und kein gemessener Bauzustand: Das KfW-Kommunalpanel hochrechnet die Selbsteinschätzung der befragten Kämmereien auf alle Kommunen. Erfasst sind nur Gebäude in kommunaler Trägerschaft — berufliche Schulen der Länder und Schulen in freier Trägerschaft fallen anders oder gar nicht darunter. Der Rückstand ist ein über Jahre aufgelaufener Bestand und darf nicht gegen einen Jahresbetrag aufgerechnet werden; die Umlage je Kopf steht als Größenverhältnis mit offener Rechnung da. Die Jahrgangszahl im Titel der Veröffentlichung ist das Erscheinungsjahr — das Kommunalpanel 2026 berichtet die Befragung 2025.
Warum auf dieser Seite keine Deutschlandkarte steht
Die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß — für 2023 liegen Berlin (13.400 €), Hamburg (12.300 €) und Bayern (11.300 €) vorn, Nordrhein-Westfalen (8.900 €) am Ende. Das sind vier von sechzehn Werten.
Die vollständige Ländertabelle steht nur im ausführlichen Statistischen Bericht, der beim Erstellen dieser Seite nicht abrufbar war. Eine Karte mit vier eingefärbten Ländern sähe vollständig aus und wäre es nicht: Zwölf Länder blieben grau, und wer dort wohnt, bekäme keine Antwort. Deshalb steht die Spannweite hier als Satz und nicht als Grafik. Sobald die Werte vorliegen, gehören Karte und Direktsuche dazu — so, wie es unsere Arbeitsregeln für jede Seite mit Regionalvergleich verlangen. Wie wir mit Lücken umgehen, steht unter Woher unsere Zahlen kommen.
Ein Teil des Abstands ist dabei kein Steuerungsunterschied, sondern Struktur: Stadtstaaten tragen Aufgaben, die anderswo bei den Kommunen liegen, und ein Land mit vielen kleinen Landschulen hat pro Kopf zwangsläufig höhere Kosten als eines mit großen Jahrgängen in großen Gebäuden. Wer die Länder vergleicht, vergleicht deshalb nie nur politische Prioritäten.
⚠ Die vier genannten Länderwerte beziehen sich auf das Berichtsjahr 2023 und sind ausdrücklich keine Rangliste — zwischen dem dritthöchsten und dem niedrigsten Wert liegen zwölf nicht belegte Länder.
Was die Zahl je Schülerin und Schüler wirklich sagt
Das Statistische Bundesamt rechnet seit 1995 jährlich aus, was die öffentlichen Haushalte für öffentliche Schulen ausgeben, und teilt es durch die Zahl der Lernenden dort. 2024 sind das 10.500 € — 7.900 € Personal (75,2 %), 1.500 € laufender Sachaufwand (14,3 %) und 1.100 € Investitionen (10,5 %). Daneben steht das Bildungsbudget: die international vergleichbare Gesamtrechnung über alle Bildungsbereiche, 2024 305 Mrd. € und damit 7,0 % des Bruttoinlandsprodukts. Darin stecken auch Kitas (50 Mrd. €) und Hochschulen (55 Mrd. €).
Es ist ein Ausgaben-Durchschnitt, kein Budget. Keine Schule verfügt über 10.500 € je Kopf: Der weitaus größte Teil sind Gehälter, die das Land direkt zahlt, und die Gebäude gehören meist der Kommune. Was eine Schulleitung tatsächlich selbst bewirtschaftet, ist ein kleiner Teil des laufenden Sachaufwands. Zweitens ist die Zahl ein Quotient — sie kann steigen, weil mehr Geld fließt, und sie kann sinken, weil mehr Kinder da sind. Seit 2019 ist sie um 28 % gestiegen; ein erheblicher Teil davon sind Tarifabschlüsse und Baupreise, nicht zusätzliche Leistung. Und drittens sagt Geld nichts über Ergebnis: Länder mit hohen Pro-Kopf-Ausgaben schneiden in Vergleichsstudien nicht automatisch besser ab.
Vier Dinge stehen ausdrücklich nicht in dieser Zahl. Erstens Schulen in freier Trägerschaft — sie sind aus der Kennzahl herausgerechnet, obwohl sie staatliche Zuschüsse bekommen. Zweitens kalkulatorische Kosten wie Abschreibungen auf Gebäude und die Versorgungslasten pensionierter Lehrkräfte, soweit sie nicht im laufenden Haushalt verbucht sind; es ist eine Ausgaben-, keine Kostenrechnung. Drittens die Länderunterschiede: Sie sind groß — für 2023 sind Berlin (13.400 €), Hamburg (12.300 €) und Bayern (11.300 €) an der Spitze und Nordrhein-Westfalen (8.900 €) am Ende belegt —, aber die vollständige Ländertabelle stand beim Erstellen dieser Seite nicht zur Verfügung. Vier von sechzehn Ländern sind kein Ländervergleich, deshalb gibt es hier weder Karte noch Rangliste. Viertens der Investitionsrückstand: Er ist eine hochgerechnete Selbsteinschätzung der Kämmereien und kein gemessener Bauzustand — und er ist ein Bestand über viele Jahre, den man nicht gegen einen Jahresbetrag aufrechnen darf.
Kurz beantwortet
Wie viel gibt der Staat pro Schüler aus?
2024 im Schnitt 10.500 € im Jahr für eine Schülerin oder einen Schüler an einer öffentlichen Schule. An allgemeinbildenden Schulen waren es 11.300 €, am günstigsten ist der Platz laut der Aufteilung für 2023 bei „Berufliche Schulen“ mit 7.100 €. Gegenüber dem Vorjahr ist der Betrag um 700 € oder 7,1 % gestiegen, vor allem wegen höherer Personalkosten.
Wofür wird das Geld ausgegeben?
Zu 75,2 % für Personal — das sind 7.900 € je Kopf. 1.500 € (14,3 %) sind laufender Sachaufwand: Heizung, Reinigung, Lernmittel, IT-Betrieb. Und 1.100 € (10,5 %) sind Investitionen, also Neubau und Sanierung. Genau dieser kleinste Posten ist der, an dem der Investitionsrückstand hängt: Die Kommunen beziffern ihn allein bei Schulgebäuden auf 68,9 Mrd. €.
Bekommt eine Schule dieses Geld tatsächlich?
Nein. Es ist ein Durchschnitt über alle Ausgaben der öffentlichen Haushalte, kein Budget, über das jemand vor Ort verfügt. Die Lehrergehälter zahlt in der Regel das Land direkt, das Gebäude gehört meist der Kommune, und was eine Schulleitung selbst bewirtschaftet, ist ein Ausschnitt des laufenden Sachaufwands. Die Kennzahl beantwortet „was kostet ein Schulplatz die Allgemeinheit?“ — nicht „wie viel Geld hat diese Schule?“.
Warum kostet ein Grundschulplatz weniger als ein Gymnasialplatz?
2023 standen 8.400 € an der Grundschule 10.900 € am Gymnasium gegenüber — 2.500 € Unterschied. Die Gründe sind strukturell: mehr Fachunterricht in kleineren Gruppen, teurere Fachräume, höher eingruppierte Lehrkräfte und mehr Wochenstunden je Kopf. Bildungsökonomisch ist das trotzdem bemerkenswert, weil die Wirkung zusätzlicher Mittel in den frühen Jahren nach der Forschungslage am größten ist — der günstigste Platz liegt dort, wo noch alle dieselbe Schule besuchen.
Wie viel Prozent des Bruttoinlandsprodukts gibt Deutschland für Bildung aus?
7,0 % im Jahr 2024 — das ist das Bildungsbudget mit 305 Mrd. €, also alle öffentlichen und privaten Bildungsausgaben von der Kita bis zur Weiterbildung. Zählt man Forschung und Wissenschaft dazu, sind es 426 Mrd. € oder 9,8 %. Auf Schulen und den schulnahen Bereich entfallen davon 141 Mrd. €, auf Kitas 50 Mrd. €.
Wie groß ist der Sanierungsstau an deutschen Schulen?
Die Kommunen beziffern ihn für 2025 auf 68,9 Mrd. € — 30 % ihres gesamten Investitionsrückstands von 231,2 Mrd. € und damit der größte Einzelposten, vor Straßen und Verkehr mit 53,7 Mrd. €. Umgelegt auf die 11,5 Millionen Lernenden sind das rund 5.991 € je Kopf. Wichtig: Das ist eine hochgerechnete Selbsteinschätzung der Kämmereien, kein gemessener Bauzustand — und ein aufgelaufener Bestand, kein Jahresbetrag.
Steigen die Bildungsausgaben oder sinken sie?
Nominal steigen sie: von 8.200 € (2019) auf 10.500 € (2024), also um 28 %. Was davon übrig bleibt, ist eine andere Frage — in denselben Jahren sind Tariflöhne und Baupreise kräftig gestiegen, und die Zahl der Schülerinnen und Schüler wächst im vierten Jahr in Folge. Ein Budget, das langsamer wächst als die Zahl der Lernenden, sinkt je Kopf, obwohl die Gesamtsumme steigt.
Warum steht auf dieser Seite kein Vergleich der Bundesländer?
Weil nur vier von sechzehn Werten belegt sind. Für 2023 sind die Spitzenwerte Berlin (13.400 €), Hamburg (12.300 €) und Bayern (11.300 €) sowie der niedrigste Wert Nordrhein-Westfalen (8.900 €) veröffentlicht; die vollständige Ländertabelle steht nur im ausführlichen Statistischen Bericht, der beim Erstellen dieser Seite nicht abrufbar war. Eine Karte mit vier von sechzehn Ländern behauptete eine Abdeckung, die es nicht gibt — und ließe zwölf Länder ohne Antwort. Sobald die Werte vorliegen, gehören Karte und Direktsuche dazu.