Umwelt · Luftqualität · Stickstoffdioxid

Luftqualität in Deutschland: Stickstoffdioxid nach Bundesland

13,9µg/m³ NO₂
städt. Hintergrund
Mittleres Stickstoffdioxid-Jahresmittel 2025 an den städtischen Hintergrund-Stationen, über alle Länder. Der EU-Jahresgrenzwert liegt bei 40 µg/m³ — die Belastung liegt heute überall klar darunter.
16 BundesländerGrenzwert 40 µg/m³UBA-Messnetz
Verkehrs-Hotspots 2025
0 über 40

Von rund 277 verkehrsnahen Stationen überschritt 2025 keine mehr den Grenzwert — der höchste Jahreswert lag bei 38 µg/m³. Vor wenigen Jahren führten solche Hotspots noch zu Diesel-Fahrverboten.

Zu den Hotspots →
Aktuell · Stand 12/2025 · wir prüfen wieder am 30.06.2027Quelle (öffnet in neuem Tab)

An städtischen Hintergrund-Messstationen lag die Stickstoffdioxid-Belastung 2025 im Schnitt bei 13,9 µg/m³ — deutlich unter dem EU-Jahresgrenzwert von 40 µg/m³. Zwischen den Ländern reicht die Spanne von 8,0 µg/m³ in Mecklenburg-Vorpommern bis 20,5 µg/m³ in Hamburg. Und selbst direkt an den am stärksten befahrenen Straßen wurde der Grenzwert 2025 nirgends mehr überschritten (Höchstwert 38 µg/m³) — noch vor wenigen Jahren war das anders.

Direktsuche · 16 Bundesländer

Wo steht dein Bundesland?

Name eintippen — du bekommst den Wert, den Rang und den Abstand zu Höchst-, Tiefst- und Durchschnittswert. Das Ergebnis lässt sich mit einem Klick teilen.

Alle 16 Bundesländer als Liste

Städtischer Hintergrund, nicht die Werte an verkehrsnahen Messstellen — die liegen höher. Grenzwert: 40 µg/m³ im Jahresmittel.

Grafik · Ländervergleich

Stickstoffdioxid im städtischen Hintergrund

Jahresmittel 2025 an den städtischen Hintergrund-Stationen, gemittelt je Bundesland — die vergleichbare Größe für die allgemeine Belastung dort, wo Menschen wohnen. Fünf Klassen vom niedrigsten bis zum höchsten Land. Fahre über ein Land für Wert und Stationszahl — oder wechsle zur Tabelle.

  • bis 11,7 µg/m³
  • über 11,7 bis 13,0 µg/m³
  • über 13,0 bis 15,4 µg/m³
  • über 15,4 bis 16,3 µg/m³
  • über 16,3 µg/m³

Nur Stationstyp „städtischer Hintergrund“ (nicht verkehrsnah). Ein Landeswert mittelt wenige bis viele Stationen — die Stationszahl steht am Wert; Länder mit wenigen Stationen sind unsicherer.

Grafik · Verkehrsnahe Stationen

Die höchsten Werte an Deutschlands Verkehrs-Hotspots

Jahresmittel 2025 an den am stärksten belasteten verkehrsnahen Stationen — direkt an großen Straßen. Das ist ein anderer Stationstyp als die Karte oben (systematisch höher). Die Linie markiert den EU-Grenzwert von 40 µg/m³: 2025 bleibt jede dieser Stationen darunter.

NO2-Jahresmittel an den höchstbelasteten verkehrsnahen Stationen 2025
Messstation (verkehrsnah)StadtLandNO₂ (µg/m³)
München/Landshuter AlleeMünchenBayern38
Ludwigsburg SchlossstraßeLudwigsburgBaden-Württemberg37
Berlin Spandauer DammBerlinBerlin36
Pforzheim LuisenstraßePforzheimBaden-Württemberg36
Dortmund BornstraßeDortmundNordrhein-Westfalen36
Frankfurt HochstraßeFrankfurt am MainHessen35
Stuttgart Am NeckartorStuttgartBaden-Württemberg34
Limburg Schiede ILimburgHessen34
Essen Kruppstraße 117EssenNordrhein-Westfalen34
Hamburg HabichtstraßeHamburgHamburg33
Pforzheim St.-Georgen-SteigePforzheimBaden-Württemberg33
Darmstadt Hügelstraße IDarmstadtHessen32
EU-Jahresgrenzwert40

Verkehrsnahe Stationen messen die Spitzen direkt an der Straße, nicht die allgemeine Stadtluft. Der Grenzwert gilt als Jahresmittelwert.

Wo die Zahl endet

Eine Zahl gilt so weit, wie ihre Quelle reicht.

Sören Striewski hat diese Zahl eingelesen und gegen die Quelle geprüft.Betreibt Klarbelegt allein · 205 Quellen, jede mit Prüftermin · Wie ich arbeite
Zitieren

Sören Striewski: „Luftqualität in Deutschland: Stickstoffdioxid nach Bundesland“. Klarbelegt, Stand 12/2025. https://klarbelegt.de/luftqualitaet

Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.

Zahlen einordnen

Was der NO2-Jahresmittelwert zeigt — und was nicht

Was die Zahl zeigt

Stickstoffdioxid (NO2) entsteht vor allem bei Verbrennung — im Verkehr, in Heizungen und Kraftwerken. Der Jahresmittelwert ist der über das Jahr gemittelte Wert an einer amtlichen Messstation des Umweltbundesamts, in Mikrogramm je Kubikmeter (µg/m³). Wir zeigen zwei Größen getrennt: den städtischen Hintergrund (repräsentativ für die allgemeine Belastung, wo Menschen wohnen) und die verkehrsnahen Stationen direkt an stark befahrenen Straßen (die Hotspots).

Wie du sie liest

Entscheidend ist der Stationstyp: Eine verkehrsnahe Station misst systematisch höhere Werte als eine Hintergrundstation in derselben Stadt — beides ist echt, aber nicht dasselbe. Für einen fairen Vergleich zwischen Ländern nutzen wir nur die städtischen Hintergrundstationen. Der EU-Jahresgrenzwert von 40 µg/m³ ist der Maßstab; die meisten Werte liegen inzwischen weit darunter. Ein niedriger Wert heißt: geringere dauerhafte NO2-Belastung.

Wo die Grenze liegt

Ein Messwert steht für den Standort der Station, nicht für ein ganzes Stadt- oder Landesgebiet — an einer Hauptstraße ist die Luft anders als im Park. Der Landeswert ist ein Mittel über die städtischen Hintergrundstationen des Landes; wo es nur wenige gibt (etwa in Niedersachsen), ist er entsprechend unsicherer — die Stationszahl steht deshalb an jedem Wert. NO2 ist nur einer von mehreren Schadstoffen; Feinstaub oder Ozon folgen eigenen Mustern. Ab 2030 gelten nach der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie deutlich strengere Grenzwerte, an denen heutige Werte neu zu messen sein werden.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie hoch war die Stickstoffdioxid-Belastung 2025?

An städtischen Hintergrund-Stationen im Schnitt 13,9 µg/m³ im Jahresmittel — deutlich unter dem EU-Grenzwert von 40 µg/m³. Am niedrigsten war die Belastung in Mecklenburg-Vorpommern (8,0 µg/m³), am höchsten in Hamburg (20,5 µg/m³).

Wird der NO2-Grenzwert noch überschritten?

Im Jahr 2025 an keiner der rund 277 verkehrsnahen Messstationen mehr — der höchste Jahreswert lag bei 38 µg/m³, also unter dem Grenzwert von 40 µg/m³. Das ist eine deutliche Verbesserung: Noch vor wenigen Jahren rissen mehrere Städte an Hauptverkehrsstraßen die Marke, was dort zeitweise zu Diesel-Fahrverboten führte.

Was ist der Unterschied zwischen Hintergrund- und verkehrsnahen Stationen?

Städtische Hintergrundstationen messen die allgemeine Belastung dort, wo Menschen wohnen — abseits einzelner Quellen. Verkehrsnahe Stationen stehen direkt an stark befahrenen Straßen und messen die Spitzen. Deshalb sind ihre Werte systematisch höher. Für einen fairen Ländervergleich nutzen wir nur die Hintergrundstationen; die Hotspots zeigen wir getrennt.

Warum ist NO2 überhaupt ein Problem?

Stickstoffdioxid reizt die Atemwege und kann Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstärken. Hauptquelle in Städten ist der Verkehr, vor allem Dieselmotoren. Sinkende Werte gehen wesentlich auf modernere Fahrzeuge, Nachrüstungen und den Umbau des Verkehrs zurück.

Woher stammen die Zahlen?

Aus den amtlichen Messungen des Umweltbundesamts (UBA) und der Landesmessnetze, als Jahresmittelwerte je Station. Wir mitteln die städtischen Hintergrundstationen je Bundesland und weisen die Stationszahl aus. Nutzung mit Quellenangabe „Umweltbundesamt“.

Das fragen sich viele als Nächstes

Datenpflege

Wie aktuell ist diese Seite?

Der Daten-Status zeigt Quelle, Stand und nächsten Prüftermin. Neue Veröffentlichungen erscheinen zusätzlich im RSS-Feed. Quelle und Prüftermin ansehen · RSS-Feed