Umwelt · Luftqualität · Stickstoffdioxid
Luftqualität in Deutschland: Stickstoffdioxid nach Bundesland
städt. Hintergrund
Von rund 277 verkehrsnahen Stationen überschritt 2025 keine mehr den Grenzwert — der höchste Jahreswert lag bei 38 µg/m³. Vor wenigen Jahren führten solche Hotspots noch zu Diesel-Fahrverboten.
Zu den Hotspots →An städtischen Hintergrund-Messstationen lag die Stickstoffdioxid-Belastung 2025 im Schnitt bei 13,9 µg/m³ — deutlich unter dem EU-Jahresgrenzwert von 40 µg/m³. Zwischen den Ländern reicht die Spanne von 8,0 µg/m³ in Mecklenburg-Vorpommern bis 20,5 µg/m³ in Hamburg. Und selbst direkt an den am stärksten befahrenen Straßen wurde der Grenzwert 2025 nirgends mehr überschritten (Höchstwert 38 µg/m³) — noch vor wenigen Jahren war das anders.
Wo steht dein Bundesland?
Name eintippen — du bekommst den Wert, den Rang und den Abstand zu Höchst-, Tiefst- und Durchschnittswert. Das Ergebnis lässt sich mit einem Klick teilen.
Alle 16 Bundesländer als Liste
- Hamburg20,5 µg/m³
- Rheinland-Pfalz17,7 µg/m³
- Hessen16,8 µg/m³
- Bayern16,3 µg/m³
- Nordrhein-Westfalen16,2 µg/m³
- Baden-Württemberg15,4 µg/m³
- Bremen15,4 µg/m³
- Berlin15,3 µg/m³
- Saarland13,2 µg/m³
- Niedersachsen13,0 µg/m³
- Sachsen12,0 µg/m³
- Schleswig-Holstein11,7 µg/m³
- Thüringen11,7 µg/m³
- Brandenburg10,4 µg/m³
- Sachsen-Anhalt9,4 µg/m³
- Mecklenburg-Vorpommern8,0 µg/m³
Städtischer Hintergrund, nicht die Werte an verkehrsnahen Messstellen — die liegen höher. Grenzwert: 40 µg/m³ im Jahresmittel.
Stickstoffdioxid im städtischen Hintergrund
Jahresmittel 2025 an den städtischen Hintergrund-Stationen, gemittelt je Bundesland — die vergleichbare Größe für die allgemeine Belastung dort, wo Menschen wohnen. Fünf Klassen vom niedrigsten bis zum höchsten Land. Fahre über ein Land für Wert und Stationszahl — oder wechsle zur Tabelle.
- bis 11,7 µg/m³
- über 11,7 bis 13,0 µg/m³
- über 13,0 bis 15,4 µg/m³
- über 15,4 bis 16,3 µg/m³
- über 16,3 µg/m³
© GeoBasis-DE / BKG (2026) · dl-de/by-2-0
| Bundesland | NO₂ (µg/m³) |
|---|---|
| Hamburg | 20,5 µg/m³ |
| Rheinland-Pfalz | 17,7 µg/m³ |
| Hessen | 16,8 µg/m³ |
| Bayern | 16,3 µg/m³ |
| Nordrhein-Westfalen | 16,2 µg/m³ |
| Baden-Württemberg | 15,4 µg/m³ |
| Bremen | 15,4 µg/m³ |
| Berlin | 15,3 µg/m³ |
| Saarland | 13,2 µg/m³ |
| Niedersachsen | 13,0 µg/m³ |
| Sachsen | 12,0 µg/m³ |
| Schleswig-Holstein | 11,7 µg/m³ |
| Thüringen | 11,7 µg/m³ |
| Brandenburg | 10,4 µg/m³ |
| Sachsen-Anhalt | 9,4 µg/m³ |
| Mecklenburg-Vorpommern | 8,0 µg/m³ |
Nur Stationstyp „städtischer Hintergrund“ (nicht verkehrsnah). Ein Landeswert mittelt wenige bis viele Stationen — die Stationszahl steht am Wert; Länder mit wenigen Stationen sind unsicherer.
Die höchsten Werte an Deutschlands Verkehrs-Hotspots
Jahresmittel 2025 an den am stärksten belasteten verkehrsnahen Stationen — direkt an großen Straßen. Das ist ein anderer Stationstyp als die Karte oben (systematisch höher). Die Linie markiert den EU-Grenzwert von 40 µg/m³: 2025 bleibt jede dieser Stationen darunter.
| Messstation (verkehrsnah) | Stadt | Land | NO₂ (µg/m³) |
|---|---|---|---|
| München/Landshuter Allee | München | Bayern | 38 |
| Ludwigsburg Schlossstraße | Ludwigsburg | Baden-Württemberg | 37 |
| Berlin Spandauer Damm | Berlin | Berlin | 36 |
| Pforzheim Luisenstraße | Pforzheim | Baden-Württemberg | 36 |
| Dortmund Bornstraße | Dortmund | Nordrhein-Westfalen | 36 |
| Frankfurt Hochstraße | Frankfurt am Main | Hessen | 35 |
| Stuttgart Am Neckartor | Stuttgart | Baden-Württemberg | 34 |
| Limburg Schiede I | Limburg | Hessen | 34 |
| Essen Kruppstraße 117 | Essen | Nordrhein-Westfalen | 34 |
| Hamburg Habichtstraße | Hamburg | Hamburg | 33 |
| Pforzheim St.-Georgen-Steige | Pforzheim | Baden-Württemberg | 33 |
| Darmstadt Hügelstraße I | Darmstadt | Hessen | 32 |
| EU-Jahresgrenzwert | 40 | ||
Verkehrsnahe Stationen messen die Spitzen direkt an der Straße, nicht die allgemeine Stadtluft. Der Grenzwert gilt als Jahresmittelwert.
Luftqualität in deinem Bundesland
Jedes Land mit dem NO₂-Jahresmittel im städtischen Hintergrund (Stationszahl in Klammern). Tipp den Namen für die Detailseite.
- Hamburg20,5 (4)
- Rheinland-Pfalz17,7 (18)
- Hessen16,8 (16)
- Bayern16,3 (12)
- Nordrhein-Westfalen16,2 (11)
- Baden-Württemberg15,4 (10)
- Bremen15,4 (5)
- Berlin15,3 (4)
- Saarland13,2 (3)
- Niedersachsen13,0 (2)
- Sachsen12,0 (6)
- Schleswig-Holstein11,7 (4)
- Thüringen11,7 (9)
- Brandenburg10,4 (3)
- Sachsen-Anhalt9,4 (6)
- Mecklenburg-Vorpommern8,0 (4)
Wo die Zahl endet
Eine Zahl gilt so weit, wie ihre Quelle reicht.
Zitieren
Sören Striewski: „Luftqualität in Deutschland: Stickstoffdioxid nach Bundesland“. Klarbelegt, Stand 12/2025. https://klarbelegt.de/luftqualitaet
Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.
Was der NO2-Jahresmittelwert zeigt — und was nicht
Stickstoffdioxid (NO2) entsteht vor allem bei Verbrennung — im Verkehr, in Heizungen und Kraftwerken. Der Jahresmittelwert ist der über das Jahr gemittelte Wert an einer amtlichen Messstation des Umweltbundesamts, in Mikrogramm je Kubikmeter (µg/m³). Wir zeigen zwei Größen getrennt: den städtischen Hintergrund (repräsentativ für die allgemeine Belastung, wo Menschen wohnen) und die verkehrsnahen Stationen direkt an stark befahrenen Straßen (die Hotspots).
Entscheidend ist der Stationstyp: Eine verkehrsnahe Station misst systematisch höhere Werte als eine Hintergrundstation in derselben Stadt — beides ist echt, aber nicht dasselbe. Für einen fairen Vergleich zwischen Ländern nutzen wir nur die städtischen Hintergrundstationen. Der EU-Jahresgrenzwert von 40 µg/m³ ist der Maßstab; die meisten Werte liegen inzwischen weit darunter. Ein niedriger Wert heißt: geringere dauerhafte NO2-Belastung.
Ein Messwert steht für den Standort der Station, nicht für ein ganzes Stadt- oder Landesgebiet — an einer Hauptstraße ist die Luft anders als im Park. Der Landeswert ist ein Mittel über die städtischen Hintergrundstationen des Landes; wo es nur wenige gibt (etwa in Niedersachsen), ist er entsprechend unsicherer — die Stationszahl steht deshalb an jedem Wert. NO2 ist nur einer von mehreren Schadstoffen; Feinstaub oder Ozon folgen eigenen Mustern. Ab 2030 gelten nach der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie deutlich strengere Grenzwerte, an denen heutige Werte neu zu messen sein werden.
Kurz beantwortet
Wie hoch war die Stickstoffdioxid-Belastung 2025?
An städtischen Hintergrund-Stationen im Schnitt 13,9 µg/m³ im Jahresmittel — deutlich unter dem EU-Grenzwert von 40 µg/m³. Am niedrigsten war die Belastung in Mecklenburg-Vorpommern (8,0 µg/m³), am höchsten in Hamburg (20,5 µg/m³).
Wird der NO2-Grenzwert noch überschritten?
Im Jahr 2025 an keiner der rund 277 verkehrsnahen Messstationen mehr — der höchste Jahreswert lag bei 38 µg/m³, also unter dem Grenzwert von 40 µg/m³. Das ist eine deutliche Verbesserung: Noch vor wenigen Jahren rissen mehrere Städte an Hauptverkehrsstraßen die Marke, was dort zeitweise zu Diesel-Fahrverboten führte.
Was ist der Unterschied zwischen Hintergrund- und verkehrsnahen Stationen?
Städtische Hintergrundstationen messen die allgemeine Belastung dort, wo Menschen wohnen — abseits einzelner Quellen. Verkehrsnahe Stationen stehen direkt an stark befahrenen Straßen und messen die Spitzen. Deshalb sind ihre Werte systematisch höher. Für einen fairen Ländervergleich nutzen wir nur die Hintergrundstationen; die Hotspots zeigen wir getrennt.
Warum ist NO2 überhaupt ein Problem?
Stickstoffdioxid reizt die Atemwege und kann Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstärken. Hauptquelle in Städten ist der Verkehr, vor allem Dieselmotoren. Sinkende Werte gehen wesentlich auf modernere Fahrzeuge, Nachrüstungen und den Umbau des Verkehrs zurück.
Woher stammen die Zahlen?
Aus den amtlichen Messungen des Umweltbundesamts (UBA) und der Landesmessnetze, als Jahresmittelwerte je Station. Wir mitteln die städtischen Hintergrundstationen je Bundesland und weisen die Stationszahl aus. Nutzung mit Quellenangabe „Umweltbundesamt“.