Rechner · Gewerbesteuer · § 11 GewStG
Gewerbesteuer-Rechner
Gewinn eingeben, Stadt wählen — den Hebesatz deiner Stadt haben wir aus dem amtlichen Realsteuervergleich schon hinterlegt. Mit Freibetrag für Personenunternehmen und der Gesamtbelastung für die GmbH.
Gewinn aus Gewerbebetrieb. Hinzurechnungen und Kürzungen (§ 8/§ 9 GewStG) bildet der Rechner nicht ab.
Freibetrag 24.500 € — plus Anrechnung auf die Einkommensteuer (§ 35 EStG).
Vorausgefüllt aus dem amtlichen Realsteuervergleich 2024. Gesetzliches Minimum 2026: 200 %.
Das ist eine Obergrenze: Die Anrechnung ist zusätzlich auf deine anteilige Einkommensteuer aus Gewerbeeinkünften begrenzt (§ 35 Abs. 1 EStG). Diese individuelle Grenze berechnet der Rechner nicht.
| Körperschaftsteuer (15 %) | — |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % darauf) | — |
| Gewerbesteuer | — |
| Gesamt auf Gesellschaftsebene | — |
—
Hebesätze ändern sich jährlich — prüfe hier den verwendeten Datenstand.
Orientierung ohne Gewähr, keine Steuerberatung. Gewinn ≈ Gewerbeertrag (ohne Hinzurechnungen/Kürzungen § 8/§ 9 GewStG). Hebesatz vorausgefüllt aus dem Realsteuervergleich 2024. Die GmbH-Gesamtbelastung ist die Gesellschaftsebene — bei Ausschüttung kommt beim Gesellschafter noch Abgeltungsteuer hinzu.
Wo die Zahl endet
Der Rechner rechnet die Formel, nicht deinen Fall.
Zitieren
Sören Striewski: „Gewerbesteuer-Rechner“. Klarbelegt. https://klarbelegt.de/rechner/gewerbesteuer
Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.
Was die Zahl bedeutet — und warum die Rechtsform sie halbiert
Die jährliche Gewerbesteuer nach § 11 GewStG: Gewerbeertrag abrunden, Freibetrag abziehen, mit der Steuermesszahl von 3,5 % multiplizieren, das Ergebnis mit dem Hebesatz deiner Stadt. Der Hebesatz kommt aus dem amtlichen Realsteuervergleich und ist bereits hinterlegt.
Die entscheidende Größe ist nicht der Hebesatz, sondern die Rechtsform. Einzelunternehmen und Personengesellschaften bekommen den Freibetrag von 24.500 € und können höchstens das 4,0-fache des Messbetrags auf die Einkommensteuer anrechnen (§ 35 EStG). Die Entlastung ist zusätzlich durch die gezahlte Gewerbesteuer und die anteilige Einkommensteuer aus Gewerbeeinkünften begrenzt; die individuelle Einkommensteuergrenze ist hier nicht berechnet. Für eine GmbH gilt beides nicht.
Der Rechner setzt Gewinn ≈ Gewerbeertrag. Hinzurechnungen (§ 8 GewStG, etwa ein Viertel bestimmter Finanzierungskosten über 200.000 €) und Kürzungen (§ 9 GewStG, etwa für Grundbesitz) bleiben außen vor. Für kleinere Betriebe ohne große Miet-, Pacht- oder Zinsvolumen ist das eine gute Näherung, für andere nicht.
Kurz beantwortet
Wie berechnet sich die Gewerbesteuer?
Gewerbeertrag auf volle 100 € abrunden, den Freibetrag abziehen (24.500 € bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften, 0 € bei GmbH & Co.) — das mal 3,5 % Steuermesszahl ergibt den Messbetrag, und der mal Hebesatz deiner Stadt ist die Gewerbesteuer (§ 11 GewStG).
Ist der Gewinn dasselbe wie der Gewerbeertrag?
Nicht ganz: Der Gewerbeertrag ist der Gewinn aus Gewerbebetrieb plus Hinzurechnungen (§ 8 GewStG, z. B. ein Viertel bestimmter Finanzierungskosten über 200.000 €) minus Kürzungen (§ 9 GewStG, z. B. für Grundbesitz). Dieser Rechner setzt Gewinn ≈ Gewerbeertrag und bildet diese Korrekturen nicht ab — für die meisten kleineren Betriebe ohne große Miet-, Pacht- oder Zinsvolumen ist das eine gute Näherung.
Zahlt ein Einzelunternehmer die Gewerbesteuer doppelt?
Eine Anrechnung ist möglich. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften werden höchstens das 4,0-fache des Gewerbesteuer-Messbetrags und die tatsächlich gezahlte Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer angerechnet (§ 35 EStG). Zusätzlich begrenzt die anteilige Einkommensteuer aus Gewerbeeinkünften die Entlastung. Auch bis 400 % Hebesatz kann deshalb eine Zusatzbelastung bleiben. Bei einer GmbH gibt es diese Anrechnung nicht; dort ist die Gewerbesteuer echte Zusatzbelastung.
Warum zahlt eine GmbH ab dem ersten Euro?
Der Freibetrag von 24.500 € gilt nur für natürliche Personen und Personengesellschaften (§ 11 Abs. 1 GewStG). Kapitalgesellschaften sind davon ausgenommen — sie zahlen Gewerbesteuer auf den vollen Gewerbeertrag, dafür kommt bei ihnen die Anrechnung auf die Einkommensteuer nicht in Frage.