Steuern & Abgaben · Grunderwerbsteuer

Grunderwerbsteuer nach Bundesland

3,5 – 6,5 %
Spanne der 16 Länder: 3,5 % in Bayern, 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein. Der Satz gilt einmalig auf den Kaufpreis.
16 Bundesländer§ 11 GrEStGLandessache
Datenstand · Stand 07/2026 · wir prüfen wieder am 15.01.2027Quelle (öffnet in neuem Tab)
Rechenbeispiel

Auf 400.000 € Kaufpreis fallen je nach Land zwischen 14.000 € und 26.000 € Grunderwerbsteuer an — allein diese eine Steuer unterscheidet sich um 12.000 €.

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Die Grunderwerbsteuer legt jedes Bundesland selbst fest — sie reicht von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein. Auf einen Kaufpreis von 400.000 € sind das je nach Land 14.000 € bis 26.000 € — ein Unterschied von 12.000 € allein bei dieser einen Steuer.

Direktsuche · 16 Bundesländer

Wo steht dein Bundesland?

Dein Ort im Vergleich zum Durchschnitt und zu den höchsten und niedrigsten Werten.

Alle 16 Bundesländer als Liste

Landesweiter Satz für einen normalen Immobilienkauf. Steuerbefreiungen etwa bei Erbe oder bestimmten Übertragungen in der Familie folgen dem bundesweiten Grunderwerbsteuergesetz und sind hier nicht eingerechnet.

Grafik · Ländervergleich

Wo die Grunderwerbsteuer am höchsten ist

Fünf Satz-Klassen von 3,5 % bis 6,5 %. Nur Bayern blieb beim bundesrechtlichen Regelsatz; alle anderen Länder liegen darüber. Fahre über ein Land für den genauen Satz — oder wechsle zur Tabelle.

  • 3,5 %
  • 5 %
  • 5,5 %
  • 6 %
  • 6,5 %

Prozentsätze an mehreren Quellen bestätigt; die Datumsangaben in der Tabelle stehen nur, wo sie belastbar sind (sonst „lt. Landesrecht“). Maßgeblich ist das jeweilige Landesgesetz.

Umgerechnet · in Euro

Was die Grunderwerbsteuer in Euro kostet

Grunderwerbsteuer = Kaufpreis × Satz. Die Spalten zeigen die fünf real vorkommenden Sätze, die Zeilen typische Kaufpreise. Such deinen Kaufpreis, nimm die Spalte deines Landes.

Kaufpreis3,5 %5 %5,5 %6 %6,5 %
200.000 €7.000 €10.000 €11.000 €12.000 €13.000 €
300.000 €10.500 €15.000 €16.500 €18.000 €19.500 €
400.000 €14.000 €20.000 €22.000 €24.000 €26.000 €
500.000 €17.500 €25.000 €27.500 €30.000 €32.500 €

Ohne gesondertes bewegliches Inventar und ohne Steuerbefreiungen. Eine Instandhaltungsrücklage mindert die Bemessungsgrundlage nicht. Maßgeblich ist der Steuerbescheid.

Aktuell · seit 2023

Zuletzt geändert: vier Länder seit 2023

Lange bewegte sich wenig — seit 2023 haben vier Länder ihren Satz angefasst. Bemerkenswert: Thüringen hat als erstes Land überhaupt gesenkt.

BundeslandvonaufseitRichtung
Bremen5 %5,5 %1. Juli 2025↑ erhöht
Thüringen6,5 %5 %1. Januar 2024↓ gesenkt
Hamburg4,5 %5,5 %1. Januar 2023↑ erhöht
Sachsen3,5 %5,5 %1. Januar 2023↑ erhöht

Die Tabelle zeigt Änderungen des allgemeinen Steuersatzes. Steuerbefreiungen für einzelne Erwerbsvorgänge nach § 3 GrEStG sind davon getrennt.

Wo die Zahl endet

Eine Zahl gilt so weit, wie ihre Quelle reicht.

Sören Striewski hat diese Zahl eingelesen und gegen die Quelle geprüft.Betreibt Klarbelegt allein · 227 Quellen, jede mit Prüftermin · Wie ich arbeite
Zitieren

Sören Striewski: „Grunderwerbsteuer nach Bundesland“. Klarbelegt, Stand 07/2026. https://klarbelegt.de/grunderwerbsteuer

Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.

Zahlen einordnen

Was die Grunderwerbsteuer zeigt — und was nicht

Was die Zahl zeigt

Die Grunderwerbsteuer wird einmalig beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie fällig und bemisst sich am Kaufpreis (genauer: an der Gegenleistung nach § 8 GrEStG). Der Prozentsatz ist reine Landessache und ist der größte fixe Nebenkostenblock beim Immobilienkauf.

Wie du sie liest

Rechne den Satz des Landes, in dem die Immobilie liegt, auf den steuerpflichtigen Kaufpreis. Die Steuer kommt einmalig zum Kaufpreis hinzu, ebenso Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler. Plane den Betrag für die Zahlungsfrist des Steuerbescheids ein. Ob du Kaufnebenkosten mitfinanzieren kannst, hängt von deiner Kreditvereinbarung ab — das Steuerrecht schreibt keine Zahlung aus Eigenkapital vor.

Wo die Grenze liegt

Die Rechnungen zeigen einen normalen Immobilienkauf ohne gesondertes Inventar und ohne Steuerbefreiung. Für Erbe, Schenkung und bestimmte Übertragungen innerhalb der Familie gelten bundesrechtliche Ausnahmen. Datumsangaben älterer Satzänderungen stehen nur dort, wo sie belastbar sind. Maßgeblich für deinen Fall sind das Grunderwerbsteuergesetz, das jeweilige Landesgesetz und dein Steuerbescheid.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Warum ist die Grunderwerbsteuer je Bundesland unterschiedlich?

Seit der Föderalismusreform 2006 darf jedes Land seinen eigenen Satz festlegen (Art. 105 Abs. 2a GG). Ohne Landesregelung gilt der bundesrechtliche Regelsatz von 3,5 %. Die aktuellen Sätze reichen von 3,5 % bis 6,5 %. Entscheidend ist das Land, in dem die Immobilie liegt.

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer?

Beim normalen Kauf sind Käufer und Verkäufer gemeinsam Steuerschuldner (§ 13 GrEStG). Das Finanzamt fordert den Betrag zunächst von demjenigen, der im Kaufvertrag die Steuer übernommen hat — üblicherweise dem Käufer. Kann er nicht zahlen, kann auch der andere Vertragspartner in Anspruch genommen werden. Eine Finanzierungsvereinbarung ändert diese steuerrechtliche Haftung nicht.

Wann muss ich die Grunderwerbsteuer bezahlen?

Die Steuer wird einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids fällig (§ 15 GrEStG); das Finanzamt kann eine längere Zahlungsfrist setzen. Die Frist beginnt also nicht mit dem Notartermin oder der Schlüsselübergabe. Bezahle nach den Angaben im Bescheid. Für die Eigentümereintragung braucht das Grundbuchamt grundsätzlich die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts; sie wird erteilt, wenn die Steuer bezahlt, sichergestellt oder gestundet ist oder eine Steuerbefreiung vorliegt (§ 22 GrEStG).

Kann ich Inventar oder die Instandhaltungsrücklage vom Kaufpreis abziehen?

Mitgekauftes bewegliches Inventar gehört nicht zum steuerpflichtigen Grundstück: Ein darauf entfallender, nachvollziehbarer Kaufpreisanteil kann die Bemessungsgrundlage senken. Ein Betrag im Vertrag macht einen Gebäudebestandteil aber nicht zu beweglichem Inventar. Die anteilige Instandhaltungs- beziehungsweise Erhaltungsrücklage einer Eigentumswohnung mindert die Grunderwerbsteuer dagegen nicht — auch wenn sie im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen ist (BFH, Urteil vom 16.09.2020, II R 49/17).

Wann fällt keine Grunderwerbsteuer an?

§ 3 GrEStG befreit unter anderem den Erwerb von Todes wegen, Grundstücksschenkungen und Übertragungen zwischen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern. Auch Käufe zwischen Verwandten in gerader Linie, etwa Eltern und Kindern oder Großeltern und Enkeln, sind befreit; Geschwister gehören nicht zur geraden Linie. Bei einer Schenkung unter Auflage kann der Wert der Auflage dennoch grunderwerbsteuerpflichtig sein. Eine Befreiung von dieser Steuer sagt nichts über eine mögliche Erbschaft- oder Schenkungsteuer aus.

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