Rechner · Steuern
Erbschaftsteuer-Rechner
Wie viel steuerfrei bleibt, hängt allein am Verwandtschaftsgrad: Ehegatten haben 500.000 € frei, Kinder 400.000 €, Geschwister und alle Übrigen nur 20.000 €. Erst was darüber liegt, wird besteuert.
Was vom Erbe beim Finanzamt landet
Der Steuersatz richtet sich nach der Höhe des steuerpflichtigen Erwerbs — und gilt dann für den gesamten Betrag, nicht nur für den Teil oberhalb der Stufe.
Steuerklasse I, Steuersatz 11 % auf 100.000 €.
| Erwerb von Todes wegen | 500.000 € |
|---|---|
| Freibetrag (Kind / Stiefkind) | − 400.000 € |
| Steuerpflichtiger Erwerb | 100.000 € |
| Steuersatz | 11 % |
| Steuer | 11.000 € |
Beim Ehegatten und bei Kindern kommen Versorgungsfreibeträge hinzu; das selbst genutzte Familienheim kann ganz steuerfrei bleiben.
⚠ Der Rechner setzt den Verkehrswert als Bemessungsgrundlage an. Für Immobilien, Betriebsvermögen und das selbst genutzte Familienheim gelten eigene Bewertungs- und Verschonungsregeln, die die Steuer stark senken oder ganz entfallen lassen können. Keine Steuerberatung.
Erbschaftsteuer für ein Kind nach Höhe des Erbes
Bis 400.000 € bleibt alles steuerfrei — darüber greifen die Stufen des § 19 ErbStG.
| Wert des Erbes | Steuer |
|---|---|
| 300.000 € | 0 € Steuer |
| 500.000 € | 11.000 € Steuer |
| 800.000 € | 60.000 € Steuer |
| 1,5 Mio. € | 209.000 € Steuer |
| 3 Mio. € | 494.000 € Steuer |
Die Stufe gilt für alles — der teuerste Euro Deutschlands
Die Erbschaftsteuer auf einen Erwerb von Todes wegen: den persönlichen Freibetrag, den steuerpflichtigen Rest, den anzuwendenden Satz und die Steuer.
Anders als bei der Einkommensteuer gibt es keine Zonen, sondern Stufen: Wer die Grenze einer Stufe um einen Euro überschreitet, versteuert den GESAMTEN Erwerb mit dem höheren Satz. Bei einem Kind bedeutet der Sprung von 75.000 auf 75.001 € steuerpflichtigen Erwerb rechnerisch 3.000 € mehr Steuer.
Genau gegen diesen Sprung gibt es den Härteausgleich des § 19 Abs. 3 ErbStG — dieser Rechner setzt ihn nicht an und liegt direkt an den Stufengrenzen deshalb etwas zu hoch. Auch sonst ist Erbschaftsteuer stark gestaltbar: Versorgungsfreibeträge, die Steuerfreiheit des selbst genutzten Familienheims, die Verschonung von Betriebsvermögen und der bei Immobilien oft strittige Verkehrswert verschieben das Ergebnis erheblich.
Kurz beantwortet
Wie hoch ist der Freibetrag für Kinder?
400.000 € je Kind und je Elternteil — die Freibeträge gelten pro Erwerber und pro Erblasser. Erben zwei Kinder von beiden Eltern, sind über die Jahre also 1,6 Mio. € steuerfrei möglich. Enkel haben 200.000 €, es sei denn, ihr eigener Elternteil ist bereits verstorben; dann rücken sie in den Kinderfreibetrag ein.
Muss ich das geerbte Haus versteuern?
Nicht zwingend. Das selbst genutzte Familienheim bleibt für Ehegatten ganz steuerfrei, wenn sie es zehn Jahre lang selbst bewohnen; für Kinder gilt dasselbe bis zu einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern. Wird vorher verkauft oder vermietet, entfällt die Befreiung rückwirkend.
Wann muss die Erbschaft gemeldet werden?
Innerhalb von drei Monaten nach Kenntnis vom Erbfall beim zuständigen Finanzamt (§ 30 ErbStG). Die Meldung ist formlos möglich. Banken und Versicherungen melden Guthaben ohnehin automatisch — ein Verschweigen fällt regelmäßig auf.
Was ist der Unterschied zur Schenkungsteuer?
Es ist dieselbe Steuer mit denselben Sätzen und Freibeträgen. Der wesentliche Unterschied: Bei Schenkungen lebt der Freibetrag alle zehn Jahre neu auf, beim Erbfall gibt es ihn nur einmal. Deshalb überträgt, wer größere Vermögen weitergeben will, früh und in Schritten.