Rechner · Steuern
Firmenwagen-Rechner
Ein Prozent des Bruttolistenpreises im Monat für die Privatnutzung, plus 0,03 Prozent je Entfernungskilometer für den Weg zur Arbeit. Bei reinen E-Autos bis 100.000 € Listenpreis ist es nur ein Viertel davon — das ist der größte Steuervorteil, den es beim Dienstwagen gibt.
Was der Dienstwagen aufs Brutto legt
Maßgeblich ist immer der Bruttolistenpreis als Neuwagen — auch bei einem gebrauchten oder geleasten Fahrzeug.
Neupreis inklusive Sonderausstattung und Umsatzsteuer, unabhängig vom tatsächlichen Kaufpreis.
Grober Schätzwert für die Nettobelastung — bei mittleren Einkommen etwa 40 %.
720,00 € kommen monatlich zu deinem Brutto hinzu. Bei 40 % Grenzsteuersatz kostet dich der Wagen rund 288,00 € netto im Monat.
| Bruttolistenpreis (abgerundet) | 45.000 € |
|---|---|
| Privatnutzung 1 % | 450,00 € |
| Fahrten zur Arbeit (20 km) | 270,00 € |
| Geldwerter Vorteil | 720,00 € |
| Steuer und Abgaben darauf | 288,00 € |
⚠ Die Nettobelastung ist eine Überschlagsrechnung mit dem eingegebenen Grenzsteuersatz und ersetzt keine Lohnabrechnung. Die 0,03-Prozent-Regel unterstellt 15 Fahrten im Monat; wer seltener pendelt, kann in der Steuererklärung auf 0,002 Prozent je Fahrt wechseln.
Geldwerter Vorteil bei 45.000 € Listenpreis und 20 km Arbeitsweg
Derselbe Wagen, drei Antriebe — zwischen Verbrenner und E-Auto liegt der Faktor vier.
| Antrieb | Vorteil im Monat |
|---|---|
| Verbrenner (1 %) | 720,00 € / Monat geldwerter Vorteil |
| Plug-in-Hybrid (0,5 %) | 360,00 € / Monat geldwerter Vorteil |
| Elektro bis 100.000 € (0,25 %) | 180,00 € / Monat geldwerter Vorteil |
Warum der Rabatt beim Kauf nichts nützt
Den monatlichen geldwerten Vorteil eines Dienstwagens mit privater Nutzungsmöglichkeit: den Anteil für die Privatnutzung, den Anteil für den Arbeitsweg und die daraus folgende Steuerbelastung.
Bemessungsgrundlage ist immer der Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung — nicht der Kaufpreis, nicht der Leasingfaktor, nicht der Zeitwert. Ein Wagen, der mit 30 Prozent Rabatt gekauft wurde, wird trotzdem mit dem vollen Listenpreis versteuert. Umgekehrt bleibt ein zehn Jahre alter Dienstwagen dauerhaft auf seinem damaligen Listenpreis stehen.
Die pauschale Bewertung lohnt sich nur bei hohem privatem Fahranteil. Wer wenig privat fährt, kommt mit einem Fahrtenbuch günstiger weg — dafür muss es lückenlos und zeitnah geführt sein, sonst verwirft es das Finanzamt und rechnet doch nach der Pauschale. Der Rechner bildet die Fahrtenbuchmethode nicht ab.
Kurz beantwortet
Gilt die 1-%-Regelung auch, wenn ich privat gar nicht fahre?
Sobald der Arbeitgeber die private Nutzung erlaubt, unterstellt das Finanzamt sie — auf die tatsächliche Nutzung kommt es nicht an. Nur ein ausdrückliches, ernsthaft überwachtes Privatnutzungsverbot oder ein Fahrtenbuch verhindert den Ansatz.
Wie viel spart ein E-Dienstwagen wirklich?
Bei einem Listenpreis von 45.000 € beträgt der Vorteil monatlich 450 € beim Verbrenner und 112,50 € beim E-Auto. Bei 40 Prozent Grenzbelastung sind das rund 135 € Unterschied netto — jeden Monat. Voraussetzung ist ein Listenpreis bis 100.000 €; darüber gilt die Hälfte statt eines Viertels.
Kann ich die Pendlerpauschale trotzdem absetzen?
Ja. Der 0,03-Prozent-Zuschlag versteuert den Vorteil, die Entfernungspauschale mindert als Werbungskosten das zu versteuernde Einkommen. Beides läuft nebeneinander — bei langen Arbeitswegen gleicht die Pauschale den Zuschlag teilweise wieder aus.
Was zählt zum Bruttolistenpreis?
Der Listenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung samt werkseitiger Sonderausstattung und Umsatzsteuer, abgerundet auf volle 100 €. Nachträglich eingebaute Extras zählen nicht mit, ein Satz Winterreifen ebenfalls nicht.