Rechner · Arbeit & Gehalt

Gehaltserhöhungs-Rechner

Eine Erhöhung zählt erst ab der Teuerungsrate. Die lag 2025 bei 2,2 % — wer weniger bekommt, verdient nominal mehr und real weniger.

brutto · Teuerung 2025

Was von der Erhöhung wirklich ankommt

Prozentsatz oder Wunschbetrag eingeben — der Rechner zeigt beides plus die Wirkung aufs Jahr.

Erhöhung angeben als

Je nach Auswahl oben in Prozent oder in Euro pro Monat.

Neues Monatsbrutto
3.675,00€ / Monat

175,00 € mehr im Monat — das sind 5,00 % und 2.100,00 € im Jahr.

Die Rechnung bildet die Regel ab, nicht deinen Einzelfall — Freibeträge und Sonderfälle können sie verschieben. Maßgeblich sind deine Abrechnung und dein Bescheid. Dieser Rechner ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Aufschlüsselung des Ergebnisses
Bisher3.500,00 €
Erhöhung175,00 €
Neues Monatsbrutto3.675,00 €
Mehr im Jahr2.100,00 €
Real nach 2,2 % Teuerung2,74 %

Der reale Zuwachs bezieht sich auf die allgemeine Teuerung eines Durchschnittshaushalts. Dein persönlicher Warenkorb kann davon deutlich abweichen — bei Miete und Energie besonders.

Beispiele · gerechnet

Was verschiedene Erhöhungen bei 3.500 € brutto bedeuten

Der Sprung im Monat wirkt klein, die Jahreswirkung nicht — und der reale Zuwachs ist wieder eine andere Zahl.

Was verschiedene Erhöhungen bei 3.500 € brutto bedeuten
ErhöhungNeues Monatsbrutto
2 %3.570,00 € / Monat
3 %3.605,00 € / Monat
5 %3.675,00 € / Monat
8 %3.780,00 € / Monat
10 %3.850,00 € / Monat
Steuerprogression · § 32a EStG

Mehr brutto heißt immer mehr netto

Die häufigste Sorge bei einer Gehaltserhöhung ist, hinterher weniger auf dem Konto zu haben. Der Steuertarif gibt das nicht her; hier steht nachgerechnet, warum.

Der Steuersatz steigt mit dem Einkommen, aber er wird nie auf alles angewendet: Das Einkommen wird in Scheiben zerlegt, und jede Scheibe hat ihren eigenen Satz. Die ersten 12.348 € bleiben steuerfrei (Grundfreibetrag), auf den Euro darüber beginnt der Tarif bei 14 %, wächst bis 69.879 € auf 42 % und erreicht ab 277.826 € die 45 %. Wer eine dieser Grenzen überschreitet, zahlt den höheren Satz nur auf den Teil darüber; die Scheiben darunter bleiben besteuert wie vorher. Es gibt deshalb keine Einkommensstufe, in die man „rutscht“, und keinen Betrag, ab dem sich Mehrverdienst nicht mehr lohnt. Die Lohnsteuerklassen I bis VI sind etwas anderes: Sie hängen am Familienstand und an der Zahl der Arbeitsverhältnisse, nicht an der Höhe des Verdienstes.

Die Probe aufs Exempel: dieselbe Erhöhung um 3.000 € im Jahr — 250 € im Monat — an fünf verschiedenen Einkommen. Die Zeile mit 69.000 € ist die interessante: Sie überschreitet mit der Erhöhung die 42-%-Grenze von 69.879 € und behält trotzdem 1.741 €.

Erhöhung um 3.000 € im Jahr: was der Tarif davon nimmt und was bleibt
Zu versteuerndes EinkommenSteuer bisherSteuer auf die ErhöhungBleibt von der Erhöhung
15.000 €435 €648 €2.352 €
30.000 €4.217 €861 €2.139 €
45.000 €8.835 €1.017 €1.983 €
69.000 €17.845 €1.259 €1.741 €
120.000 €39.264 €1.260 €1.740 €

Die Spalte „Bleibt von der Erhöhung“ ist in keiner Zeile negativ, und sie kann es auch nicht sein: Der höchste Satz, den § 32a EStG auf einen zusätzlichen Euro legt, ist 45 %. Selbst im ungünstigsten Fall dieser Tabelle bleiben von 3.000 € noch 1.740 € übrig. Sozialabgaben sind hier nicht enthalten — sie ändern an der Richtung nichts, weil sie ein fester Prozentsatz sind und auf Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen gar nicht mehr anfallen.

Kurzfassung: Die obere Kurve ist der Satz auf den nächsten Euro, die untere der Satz auf das gesamte Einkommen — sie liegt immer darunter. Bei 45.000 € zu versteuerndem Einkommen stehen 34 % gegen 20 %.

120.000 € 42 % Durchschnittssteuersatz (alles zusammen): 33 %

Tippen oder Pfeiltasten: jeden einzelnen Wert ablesen.

Grenzsteuersatz (nächster Euro) Durchschnittssteuersatz (alles zusammen)

Grenzsteuersatz und Durchschnittssteuersatz nach zu versteuerndem Einkommen, Grundtarif 2026Die obere Kurve ist der Satz auf den nächsten Euro, die untere der Satz auf das gesamte Einkommen — sie liegt immer darunter. Bei 45.000 € zu versteuerndem Einkommen stehen 34 % gegen 20 %.0 %10 %20 %30 %40 %50 %030.00060.00090.000120.000Zu versteuerndes Einkommen (€)ab hier 42 %

Beide Kurven zusammen erklären das Missverständnis: Wer „42 % Spitzensteuersatz“ hört, denkt an die obere Kurve und rechnet mit der unteren. Die obere gilt aber immer nur für den nächsten Euro; was tatsächlich vom gesamten Einkommen abgeht, steht unten und liegt deutlich niedriger — bei 45.000 € sind es 20 %. Beide Sätze für dein eigenes Einkommen zeigt der Einkommensteuer-Rechner.

Wo der Sprung wirklich lauert. Im Steuertarif nirgends — wohl aber dort, wo eine Leistung an eine Einkommensgrenze gebunden ist. Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag werden mit steigendem Verdienst angerechnet oder fallen an einer Kante ganz weg; in diesem Bereich kann von hundert Euro mehr tatsächlich fast nichts ankommen. Das ist der reale Kern, aus dem der Irrtum über die Steuerprogression entstanden ist — nur betrifft er einen anderen Teil des Systems. Diesen Bereich rechnet Lohnt sich Arbeit? durch.

Gerechnet ist der Grundtarif auf das zu versteuernde Einkommen — nicht auf den Bruttolohn. Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Sozialabgaben sind nicht enthalten; sie senken den Betrag, der von einer Erhöhung bleibt, kehren sein Vorzeichen aber nicht um. Keine Steuerberatung.

Wo die Zahl endet

Der Rechner rechnet die Formel, nicht deinen Fall.

Sören Striewski hat diese Rechnung gegen die amtliche Vorgabe geprüft.Betreibt Klarbelegt allein · 205 Quellen, jede mit Prüftermin · Wie ich arbeite
Zitieren

Sören Striewski: „Gehaltserhöhungs-Rechner“. Klarbelegt. https://klarbelegt.de/rechner/gehaltserhoehung

Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.

Zahlen einordnen

Nominal, real — und warum das keine Wortklauberei ist

Was die Zahl zeigt

Das neue Bruttogehalt nach einer Erhöhung, den Zuwachs im Monat und im Jahr sowie den realen Zuwachs: also den Teil, der nach Abzug der allgemeinen Teuerung übrig bleibt.

Wie du sie liest

Die Jahreszahl ist das Argument für ein Gehaltsgespräch, nicht die Monatszahl: 150 € mehr klingen überschaubar, 1.800 € im Jahr nicht. Umgekehrt gilt die Teuerung: Eine Erhöhung um zwei Prozent bei zwei Prozent Inflation ist keine Erhöhung, sondern ein Ausgleich.

Wo die Grenze liegt

Gerechnet wird brutto. Von der Erhöhung geht dein persönlicher Grenzsteuersatz ab, netto kommt also weniger an als die Hälfte bis zwei Drittel — je nach Einkommen. Der Rechner sagt auch nichts darüber, ob die Erhöhung angemessen ist; dafür braucht es Tarifwerte oder Gehaltsvergleiche.

Was netto von der Erhöhung bleibt →
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie viel bleibt netto von einer Gehaltserhöhung?

Das hängt vom Grenzsteuersatz ab, nicht vom Durchschnittssteuersatz. Bei einem mittleren Einkommen gehen von jedem zusätzlichen Euro rund 30 bis 42 Prozent Steuer weg, dazu bis zur Beitragsbemessungsgrenze etwa 20 Prozent Sozialabgaben. Netto bleiben also häufig um die Hälfte.

Kann ich durch eine Gehaltserhöhung weniger netto haben?

Durch den Steuertarif nicht. Der höhere Satz gilt immer nur für den Teil des Einkommens oberhalb der Grenze, nie rückwirkend für alles darunter — und der höchste Satz, den § 32a EStG auf einen zusätzlichen Euro legt, ist 45 %. Von jedem Euro mehr bleibt also mindestens gut die Hälfte. Weniger auf dem Konto kann es dort geben, wo eine einkommensabhängige Leistung wegfällt — Wohngeld, Kinderzuschlag, aufstockendes Bürgergeld —, aber das ist nicht die Steuer.

Was ist ein Inflationsausgleich?

Eine Erhöhung in Höhe der Teuerungsrate. Sie hält die Kaufkraft, verbessert sie aber nicht. Erst was darüber liegt, ist ein realer Zuwachs — deshalb steht die Teuerungsrate in diesem Rechner mit in der Tabelle.

Woher kommt die Teuerungsrate hier?

Aus dem amtlichen Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes, Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2024. Es ist dieselbe Reihe, mit der auch der Inflationsrechner auf dieser Site arbeitet.

Das fragen sich viele als Nächstes

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