Rechner · Arbeit & Gehalt
Überstunden-Rechner
Der Wert einer Überstunde ist dein Monatsbrutto geteilt durch die Monatsstunden — plus den Zuschlag, den dein Vertrag vorsieht. Einen gesetzlichen Überstundenzuschlag gibt es in Deutschland nicht; er steht im Arbeits- oder Tarifvertrag oder er steht nirgends.
Was die Mehrarbeit einbringt
Monatsbrutto und Wochenstunden ergeben den Stundenwert; Zuschlag und Anzahl bestimmen den Rest.
Häufig 25 %, in Tarifverträgen auch 50 %. Ohne Vereinbarung: 0 %.
10,0 Überstunden zu 20,19 € je Stunde, zuzüglich 25 % Zuschlag.
| Stundenlohn | 20,19 € |
|---|---|
| Überstunden ohne Zuschlag | 201,92 € |
| Zuschlag 25 % | 50,48 € |
| Auszahlung brutto | 252,40 € |
| Als Freizeitausgleich | 12,5 Stunden |
⚠ Das Arbeitszeitgesetz begrenzt die werktägliche Arbeitszeit auf acht Stunden, verlängerbar auf zehn, wenn im Schnitt von sechs Monaten acht Stunden nicht überschritten werden. Überstunden darüber hinaus sind unzulässig, auch wenn sie bezahlt werden.
Wert von Überstunden bei 3.500 € brutto und 40 Wochenstunden
Bei einem Stundenwert von rund 20 € summiert sich Mehrarbeit schneller, als sie sich anfühlt.
| Überstunden im Monat | Wert mit 25 % Zuschlag |
|---|---|
| 5 Stunden | 126,20 € brutto |
| 10 Stunden | 252,40 € brutto |
| 20 Stunden | 504,81 € brutto |
| 40 Stunden | 1.009,62 € brutto |
Bezahlung, Ausgleich oder gar nichts
Den Bruttowert geleisteter Überstunden: Grundvergütung je Stunde, Zuschlag und die Summe — wahlweise umgerechnet in Stunden Freizeitausgleich.
Der Stundenwert ist die eigentliche Kennzahl. Er zeigt, was eine Stunde Mehrarbeit kostet — und damit auch, was ein Freizeitausgleich wert ist: Bei 25 Prozent Zuschlag entspricht eine Überstunde 1,25 Stunden frei.
Ob Überstunden überhaupt vergütet werden, entscheidet der Vertrag. Klauseln, nach denen „alle Überstunden mit dem Gehalt abgegolten“ sind, sind bei Arbeitnehmern mit üblichem Einkommen regelmäßig unwirksam, weil unklar bleibt, worauf man sich einlässt — bei Spitzenverdienern über der Beitragsbemessungsgrenze sieht die Rechtsprechung das anders. Das ist eine Rechtsfrage, keine Rechenfrage.
Kurz beantwortet
Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?
Nein. Das Arbeitszeitgesetz regelt, wie lange gearbeitet werden darf, nicht wie viel es kostet. Zuschläge folgen aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag. Nur für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit gibt es steuerliche Begünstigungen — und für Nachtarbeit einen Anspruch auf angemessenen Ausgleich aus § 6 Abs. 5 ArbZG.
Wie viele Überstunden sind erlaubt?
Die werktägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten, auf zehn verlängerbar, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten im Schnitt acht Stunden eingehalten werden. Bei einer Sechstagewoche sind das maximal 48 Stunden im Schnitt — mehr geht auch mit Einverständnis nicht.
Sind Überstunden steuerfrei?
Nein, die Vergütung ist normal steuer- und beitragspflichtig. Steuerfrei sind nur Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit im Rahmen des § 3b EStG — und auch die nur, wenn sie für tatsächlich in diesen Zeiten geleistete Arbeit gezahlt werden.