Rechner · Arbeit & Gehalt
Kündigungsfristen-Rechner
Die Grundfrist beträgt 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats und gilt für beide Seiten. Für den Arbeitgeber verlängert sie sich mit der Dauer des Arbeitsverhältnisses — nach zwei Jahren auf einen Monat, nach zwanzig auf sieben.
Der letzte Arbeitstag, taggenau
Maßgeblich ist der Zugang der Kündigung, nicht ihr Datum — der Brief muss beim Empfänger sein, nicht abgeschickt.
Nach 7 Jahren im Betrieb gilt eine Frist von 4 Wochen zum 15. oder Monatsende — das Arbeitsverhältnis endet frühestens am 15.09.2026.
| Betriebszugehörigkeit | 7 Jahre |
|---|---|
| Kündigung geht zu am | 05.08.2026 |
| Frist | 4 Wochen zum 15. oder Monatsende |
| Letzter Arbeitstag | 15.09.2026 |
| Verbleibende Kalendertage | 41 Tage |
Die verlängerten Fristen gelten von Gesetzes wegen nur für den Arbeitgeber. Viele Arbeitsverträge übertragen sie auf beide Seiten — dann gilt der Vertrag.
⚠ Tarifverträge dürfen nach § 622 Abs. 4 BGB abweichen, auch zu Lasten der Beschäftigten. Für Probezeit, Elternzeit, Schwangerschaft, Schwerbehinderung und Kleinbetriebe gelten eigene Regeln. Das ist eine Berechnung der gesetzlichen Mindestfrist, keine Rechtsberatung.
Warum die Frist für beide Seiten verschieden ist
Den frühestmöglichen Endtermin eines Arbeitsverhältnisses: die anzuwendende Frist, das errechnete Datum und die verbleibenden Kalendertage.
Entscheidend ist der Zugang, nicht das Absendedatum: Eine Kündigung, die am 30. eingeworfen wird, geht am 30. zu — landet sie erst am 1. im Briefkasten, verschiebt sich der Endtermin um einen halben Monat. Und die Frist endet nicht irgendwann, sondern an einem Termin: zum 15. oder zum Monatsende.
Die Staffel des § 622 Abs. 2 BGB verlängert von Gesetzes wegen nur die Frist des Arbeitgebers. Viele Verträge übertragen sie auf beide Seiten — dann gilt der Vertrag, und wer nach zwölf Jahren selbst kündigt, muss unter Umständen fünf Monate warten. Der Rechner zeigt beides; welche Fassung für dich gilt, steht in deinem Vertrag.
Kurz beantwortet
Ab wann läuft die Kündigungsfrist?
Ab dem Zugang der Kündigungserklärung. Zugegangen ist sie, wenn sie so in den Machtbereich des Empfängers gelangt, dass unter normalen Umständen mit Kenntnisnahme zu rechnen ist — beim Einwurf in den Briefkasten also am selben Tag, wenn er zur üblichen Leerungszeit erfolgt, sonst am nächsten.
Gilt die verlängerte Frist auch für mich als Arbeitnehmer?
Von Gesetzes wegen nicht. § 622 Abs. 2 BGB verlängert ausdrücklich nur die Frist für die Kündigung durch den Arbeitgeber. Wird sie im Arbeitsvertrag auf beide Seiten erstreckt, ist das zulässig — die für den Arbeitnehmer vereinbarte Frist darf aber nach § 622 Abs. 6 BGB nicht länger sein als die des Arbeitgebers.
Zählen Beschäftigungszeiten vor dem 25. Lebensjahr mit?
Ja. Der Gesetzestext schließt sie in § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB zwar noch aus, doch der Europäische Gerichtshof hat diese Regel 2010 als Altersdiskriminierung verworfen (Rechtssache Kücükdeveci). Die Arbeitsgerichte wenden sie seitdem nicht mehr an — dieser Rechner ebenso wenig.
Wie lange ist die Frist in der Probezeit?
Zwei Wochen, ohne festen Endtermin (§ 622 Abs. 3 BGB) — die Kündigung kann also zu jedem beliebigen Tag wirken. Eine Probezeit darf höchstens sechs Monate dauern; danach greift automatisch die Grundfrist.