Rechner · Arbeit & Gehalt
Urlaubsanspruch-Rechner
Das Bundesurlaubsgesetz nennt 24 Werktage bei einer Sechstagewoche — bei der üblichen Fünftagewoche sind das 20 Tage. Umgerechnet wird nach Arbeitstagen, nicht nach Stunden: Wer an vier Tagen arbeitet, hat 16 gesetzliche Urlaubstage, aber genauso viele freie Wochen wie zuvor.
Dein Anspruch — gesetzlich und vertraglich
Der höhere von beiden gilt. Bei Eintritt oder Austritt im laufenden Jahr rechnet der Rechner anteilig und rundet nach § 5 BUrlG.
Was im Arbeitsvertrag steht. Der Rechner rechnet es auf deine Arbeitstage um.
Volle 12 Monate = voller Anspruch. Bei Eintritt im Juli sind es 6.
Bei 5 Arbeitstagen pro Woche stehen dir 30,0 Tage im Jahr zu.
| Gesetzlicher Mindestanspruch | 20,0 Tage |
|---|---|
| Vertraglicher Anspruch | 30,0 Tage |
| Maßgeblich ist der höhere | 30,0 Tage |
| Anteilig für 12 Monate | 30,00 Tage |
| Nach Rundung (§ 5 BUrlG) | 30,0 Tage |
⚠ Der gesetzliche Mindestanspruch kann durch Vertrag oder Tarif erhöht, aber nicht unterschritten werden. Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen (§ 208 SGB IX) und Jugendliche (§ 19 JArbSchG) kommt obendrauf und ist hier nicht enthalten.
Urlaubstage bei 30 Vertragstagen und verschiedenen Arbeitswochen
Die Zahl sinkt mit den Arbeitstagen — die Zahl der freien Wochen bleibt gleich. Genau das ist der Punkt.
| Arbeitstage pro Woche | Urlaubstage im Jahr |
|---|---|
| 2 Tage | 12,0 Urlaubstage |
| 3 Tage | 18,0 Urlaubstage |
| 4 Tage | 24,0 Urlaubstage |
| 5 Tage | 30,0 Urlaubstage |
| 6 Tage | 36,0 Urlaubstage |
Warum weniger Urlaubstage nicht weniger Urlaub sind
Den Urlaubsanspruch in Arbeitstagen: den gesetzlichen Mindestanspruch, den vertraglichen Anspruch und — bei unterjährigem Ein- oder Austritt — den anteiligen Wert nach der Zwölftelung.
Urlaub wird in Arbeitstagen gezählt, nicht in Wochen. Wer von fünf auf vier Tage reduziert, hat statt 30 nur noch 24 Urlaubstage — nimmt damit aber weiterhin sechs Wochen frei. Das ist keine Kürzung, sondern dieselbe Freizeit in einer anderen Einheit. Nur wer die Zahl mit der alten vergleicht, ohne die Woche mitzudenken, hält es für eine Benachteiligung.
Der Rechner bildet den Anspruch ab, nicht seinen Verfall. Urlaub muss grundsätzlich im Kalenderjahr genommen werden; er verfällt aber nur, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig und konkret auf den drohenden Verfall hingewiesen hat — sonst wandert er weiter. Bei Krankheit endet der Anspruch spätestens 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres.
Kurz beantwortet
Wie viele Urlaubstage stehen mir mindestens zu?
§ 3 BUrlG nennt 24 Werktage im Jahr, gerechnet auf eine Sechstagewoche. Werktage sind alle Tage außer Sonn- und Feiertagen — also auch der Samstag. Bei einer Fünftagewoche entspricht das 20 Urlaubstagen, bei vier Tagen 16.
Wie wird bei Eintritt im laufenden Jahr gerechnet?
Für jeden vollen Monat des Bestehens ein Zwölftel des Jahresanspruchs (§ 5 Abs. 1 BUrlG). Bruchteile von mindestens einem halben Tag werden auf volle Tage aufgerundet. Nach sechs Monaten Wartezeit entsteht allerdings der volle Jahresanspruch, wenn das Arbeitsverhältnis in der zweiten Jahreshälfte endet — dann greift die Zwölftelung nicht mehr.
Was passiert mit Urlaub, den ich nicht genommen habe?
Er verfällt zum Jahresende — aber nur, wenn der Arbeitgeber konkret aufgefordert und auf den Verfall hingewiesen hat. Das hat der Europäische Gerichtshof 2018 entschieden, das Bundesarbeitsgericht ist gefolgt. Ohne diesen Hinweis bleibt der Anspruch bestehen, unter Umständen über Jahre.
Zählen Feiertage als Urlaubstage?
Nein. Fällt ein gesetzlicher Feiertag in den Urlaub, ist das ein freier Tag ohne Urlaubsabzug. Deshalb ist es rechnerisch günstig, Urlaub in Wochen mit Feiertagen zu legen — der Brückentags-Planer auf dieser Site rechnet genau das aus.