Rechner · Arbeit & Gehalt
TVöD-Entgelt-Rechner
Das Tabellenentgelt im TVöD hängt an zwei Größen: der Entgeltgruppe, die sich nach der Tätigkeit richtet, und der Stufe, die sich nach der Erfahrungszeit richtet. Die Stufe ist dabei kein Nebeneffekt — in E 9b liegen zwischen Stufe 1 mit 3.779,84 € und der Endstufe mit 5.313,37 € ganze 40,6 %. Bis zur Endstufe braucht es 15 Jahre ununterbrochener Tätigkeit in derselben Gruppe beim selben Arbeitgeber. Die hier gezeigten Beträge gelten seit dem 1. Mai 2026 und stammen aus Anlage A zum TVöD (VKA), Tabelle gültig ab 1. Mai 2026; sie sind Bruttowerte bei 39,0 Wochenstunden, Teilzeit wird anteilig gezahlt.
Entgeltgruppe, Stufe und was noch kommt
Unter dem Monatsbrutto stehen Eingangs- und Endstufe derselben Gruppe — sie zeigen, wie viel Weg noch vor einem liegt.
Die Eingruppierung folgt aus der Tätigkeit, nicht aus Abschluss oder Berufserfahrung — sie steht im Arbeitsvertrag. E 9a, E 9b und E 9c sind eigenständige Gruppen und keine Stufen voneinander.
Stufe 1 bei Neueinstellung ohne einschlägige Berufserfahrung, danach Aufstieg nach 1, 2, 3, 4, 5 Jahren. In E 1 beginnt die Tabelle erst bei Stufe 2.
Vollzeit sind 39,0 Stunden bei den Kommunen. Teilzeit wird streng anteilig gezahlt — auch die Jahressonderzahlung.
E 9b in Stufe 3. Über alle Stufen der Gruppe liegen 40,6 % zwischen Eingangs- und Endstufe.
Die Rechnung bildet die Regel ab, nicht deinen Einzelfall — Freibeträge und Sonderfälle können sie verschieben. Maßgeblich sind deine Abrechnung und dein Bescheid. Dieser Rechner ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
| Tabellenentgelt E 9b, Stufe 3 | 4.203,56 € |
|---|---|
| Arbeitszeitanteil | Vollzeit |
| Monatsbrutto | 4.203,56 € |
| Eingangsstufe der Gruppe (Stufe 1) | 3.779,84 € |
| Endstufe der Gruppe (Stufe 6) | 5.313,37 € |
| Abstand zur Endstufe | 1.109,81 € |
Das Tabellenentgelt ist das Grundgehalt. Zulagen, Zeitzuschläge und die Jahressonderzahlung kommen hinzu und stehen nicht in dieser Tabelle.
Der Rechner zeigt das Tabellenentgelt, nicht das Gehalt. Nicht enthalten sind die Jahressonderzahlung nach § 20 TVöD (ihre Bemessungssätze stehen im Tarifvertragstext und nicht in der Entgelttabelle — wir führen sie deshalb nicht), Zeitzuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, Erschwernis-, Wechselschicht- und Funktionszulagen, die Leistungsentgelte nach § 18 und die vermögenswirksamen Leistungen. Abgebildet ist die Tabelle der VKA (Kommunen); für den Bund und für den Sozial- und Erziehungsdienst (Anlage C) gelten eigene Tabellen. Netto ist etwas anderes als brutto — dafür gibt es den Brutto-Netto-Rechner.
Was die Stufe in E 9b ausmacht
Dieselbe Tätigkeit, dieselbe Gruppe — allein die Erfahrungszeit trägt 40,6 % Unterschied. Das ist mehr als zwei Tarifrunden.
| Stufe | Brutto im Monat |
|---|---|
| Stufe 1 | 3.779,84 € brutto im Monat |
| Stufe 2 | 4.039,01 € brutto im Monat |
| Stufe 3 | 4.203,56 € brutto im Monat |
| Stufe 4 | 4.690,55 € brutto im Monat |
| Stufe 5 | 4.979,11 € brutto im Monat |
| Stufe 6 | 5.313,37 € brutto im Monat |
Wo die Zahl endet
Der Rechner rechnet die Formel, nicht deinen Fall.
Zitieren
Sören Striewski: „TVöD-Entgelt-Rechner“. Klarbelegt. https://klarbelegt.de/rechner/tvoed-entgelt
Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.
Warum die Stufe so viel ausmacht wie sie ausmacht
Das monatliche Tabellenentgelt für eine Entgeltgruppe und Stufe des TVöD (VKA), anteilig gerechnet bei Teilzeit — und darunter, wie weit es bis zur Endstufe derselben Gruppe noch ist.
Im öffentlichen Dienst verhandelt man sein Gehalt nicht, man wird eingruppiert: Die Entgeltgruppe folgt aus der Tätigkeit, und wer dieselbe Arbeit macht, bekommt dasselbe. Beweglich ist nur die Stufe — und die ist beweglicher, als viele denken. Zwischen Eingangs- und Endstufe liegen je nach Gruppe zwischen einem Fünftel und einem Drittel des Entgelts, das ist mehr als mehrere Tarifrunden zusammen. Zwei Dinge, die dabei regelmäßig verwechselt werden. Erstens sind E 9a, E 9b und E 9c keine Stufen voneinander, sondern eigenständige Entgeltgruppen mit eigenen Tätigkeitsmerkmalen — der Sprung zwischen ihnen ist eine Höhergruppierung, kein Zeitablauf. Zweitens zählt für die Stufe die Zeit BEI DIESEM Arbeitgeber in DIESER Gruppe: Wer wechselt, kann einschlägige Berufserfahrung anrechnen lassen (§ 16 Abs. 2 TVöD), aber automatisch geschieht das nicht — es ist eine Frage, die man beim Einstellungsgespräch stellen muss und die später kaum zu korrigieren ist.
Gezeigt ist das Tabellenentgelt der VKA-Tabelle, also der Kommunen. Bund, Länder (TV-L) und der Sozial- und Erziehungsdienst haben eigene Tabellen. Nicht abgebildet sind Jahressonderzahlung, Zeitzuschläge, Zulagen und Leistungsentgelt — sie machen bei Schichtdiensten einen erheblichen Teil aus. Die Eingruppierung selbst entscheidet der Arbeitgeber anhand der Tätigkeitsmerkmale; ist sie streitig, ist das ein Fall für die Personalvertretung oder das Arbeitsgericht.
Kurz beantwortet
Wie viel verdient man in E 9b im TVöD?
Zwischen 3.779,84 € in Stufe 1 und 5.313,37 € in der Endstufe, jeweils brutto im Monat bei Vollzeit. Das sind 40,6 % Unterschied allein durch die Erfahrungszeit. Die Werte gelten seit dem 1. Mai 2026 nach der zweiten Stufe der Tarifeinigung vom 6. April 2025.
Was ist der Unterschied zwischen E 9a, E 9b und E 9c?
Es sind drei eigenständige Entgeltgruppen mit verschiedenen Tätigkeitsmerkmalen, keine Untergliederung einer Gruppe 9. E 9a erfasst typischerweise abgeschlossene Verwaltungsausbildungen mit gehobenen Anforderungen, E 9b Tätigkeiten, die ein Bachelorstudium voraussetzen, E 9c besonders verantwortungsvolle Aufgaben darüber. Der Wechsel zwischen ihnen ist eine Höhergruppierung und setzt eine andere Tätigkeit voraus — Zeitablauf allein führt nie dorthin.
Zählt Berufserfahrung von einem früheren Arbeitgeber?
Sie kann, automatisch ist es nicht. Nach § 16 Abs. 2 TVöD wird einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr bei der Stufenzuordnung berücksichtigt; bei mindestens drei Jahren erfolgt die Zuordnung zu Stufe 3. Der Arbeitgeber kann außerdem zur Deckung des Personalbedarfs eine höhere Stufe zubilligen. Das ist Verhandlungssache bei der Einstellung — und danach praktisch nicht mehr korrigierbar.
Gilt diese Tabelle auch für den Bund und die Länder?
Nein. Diese Tabelle ist die Anlage A des TVöD für den Bereich der VKA, also für Städte, Gemeinden und kommunale Betriebe. Der Bund hat im TVöD eine eigene Anlage, die Länder haben mit dem TV-L einen eigenen Tarifvertrag mit eigener Tabelle und einer Wochenarbeitszeit von in der Regel 39,5 bis 40 Stunden. Für den Sozial- und Erziehungsdienst gilt die Anlage C mit eigenen S-Gruppen.
Ist die Jahressonderzahlung im Rechner enthalten?
Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung. Ihre Bemessungssätze stehen im Text des § 20 TVöD und nicht in der Entgelttabelle; für die VKA sind sie nach Entgeltgruppen gestaffelt. Sie waren uns nicht in derselben Belegqualität zugänglich wie die Tabelle selbst — und ein geschätzter Prozentsatz würde zentgenaue Monatsbeträge um einen erfundenen Zuschlag ergänzen. Die Lücke steht lieber sichtbar da.