Rechner · Arbeit & Gehalt
Was bringt mir ein Jahr Arbeit an Rente?
Ein Jahr Arbeit bringt genau einen Entgeltpunkt, wenn dein Bruttoverdienst dem Durchschnittsentgelt aller Versicherten entspricht — 51.944 € im Jahr (§ 70 SGB VI). Verdienst du die Hälfte, ist es ein halber Punkt; verdienst du das Doppelte, sind es zwei. Jeder Punkt ist beim Rentenbeginn 42,52 € monatliche Rente wert (§ 64 SGB VI), und zwar lebenslang. Nach oben ist bei der Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 € Schluss: Wer mehr verdient, zahlt darauf keine Beiträge und bekommt dafür auch keine Punkte.
Was dein Gehalt an Rentenanspruch erzeugt
Erst der Punktwert eines Arbeitsjahres, dann die Hochrechnung bis zur Regelaltersgrenze. Beides in heutigen Euro — Rentenwert und Durchschnittsentgelt steigen gemeinsam, eine Prognose mit angenommener Steigerung wäre eine Annahme mit Nachkommastellen.
Das beitragspflichtige Bruttoentgelt. Über der Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 € im Jahr — also 8.450 € im Monat — entstehen keine weiteren Punkte.
Daraus folgt deine Regelaltersgrenze und damit die Zahl der Jahre, die noch vor dir liegen. Die Anhebung auf 67 läuft in zwei Geschwindigkeiten und ist ab Jahrgang 1964 abgeschlossen.
Steht in deiner jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung, meist auf Seite 2. Ohne diese Zahl zeigt der Rechner nur, was ab heute noch dazukommt.
Ein Jahr zu diesem Gehalt bringt 0,9241 Entgeltpunkte — lebenslang 39,29 € mehr Rente im Monat, in heutigen Euro.
Die Rechnung bildet die Regel ab, nicht deinen Einzelfall — Freibeträge und Sonderfälle können sie verschieben. Maßgeblich sind deine Abrechnung und dein Bescheid. Dieser Rechner ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
| Beitragspflichtiges Jahresbrutto | 48.000 € |
|---|---|
| Durchschnittsentgelt aller Versicherten | 51.944 € |
| Entgeltpunkte je Jahr | 0,9241 |
| Rente je Monat, je Jahr Arbeit | 39,29 € |
| Regelaltersgrenze (Jahrgang 1.985) | 67 Jahre |
| Verbleibende Beitragsjahre | 26,0 Jahre |
| Entgeltpunkte bis dahin | 24,0 |
| Bruttorente in heutigen Euro | 1.022 € |
Ohne die bereits erworbenen Punkte aus deiner Renteninformation ist das nur der künftige Teil. Zum Vergleich: 45 Punkte gelten als Standardrente eines Durchschnittsverdieners nach 45 Jahren.
Gerechnet wird in heutigen Euro und mit deinem heutigen Gehalt für alle verbleibenden Jahre — beides trifft für kaum jemanden zu. Der Rechner unterstellt lückenlose Beitragszahlung: keine Arbeitslosigkeit, keine Selbstständigkeit, keine Teilzeit, keine Elternzeit. Nicht abgebildet sind Kindererziehungszeiten (bis zu drei Punkte je Kind), Zuschläge für Pflegetätigkeit, Abschläge bei vorzeitigem Beginn, die Höherbewertung von Ausbildungszeiten und die Grundrentenzuschläge. Das Durchschnittsentgelt 2026 ist vorläufig und wird nachträglich festgesetzt. Verbindlich ist allein deine Renteninformation und am Ende der Rentenbescheid.
Was ein Jahr Arbeit bei verschiedenen Gehältern bringt
Der Zuwachs ist streng proportional zum Gehalt — bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 € im Monat. Die letzten beiden Zeilen zeigen dieselbe Zahl, weil oberhalb davon keine Beiträge mehr fließen.
| Bruttogehalt im Monat | Rente je Monat, je Jahr Arbeit |
|---|---|
| 2.500 € | 24,56 € Rente je Monat, je Jahr Arbeit |
| 4.000 € | 39,29 € Rente je Monat, je Jahr Arbeit |
| 6.000 € | 58,94 € Rente je Monat, je Jahr Arbeit |
| 8.450 € | 83,00 € Rente je Monat, je Jahr Arbeit |
| 12.000 € | 83,00 € Rente je Monat, je Jahr Arbeit |
Wo die Zahl endet
Der Rechner rechnet die Formel, nicht deinen Fall.
Zitieren
Sören Striewski: „Was bringt mir ein Jahr Arbeit an Rente?“. Klarbelegt. https://klarbelegt.de/rechner/rentenpunkte-hochrechnung
Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.
Ein Punkt, ein Durchschnittsjahr — und was das in Euro heißt
Zwei Zahlen: was ein einzelnes Arbeitsjahr zu deiner späteren Monatsrente beiträgt, und was bis zur Regelaltersgrenze zusammenkommt, wenn dein Gehalt so bleibt. Ein Entgeltpunkt entspricht einem Jahr zum Durchschnittsentgelt von 51.944 € und ist heute 42,52 € Monatsrente wert.
Die Rechnung ist ein Dreisatz und deshalb leicht nachzuprüfen: Jahresbrutto geteilt durch Durchschnittsentgelt ergibt die Punkte, Punkte mal Rentenwert ergibt die Monatsrente. Zwei Dinge daran werden regelmäßig missverstanden. Erstens ist der Betrag LEBENSLANG — ein einzelnes Arbeitsjahr zahlt sich über die gesamte Rentenzeit aus, bei rund 20 Jahren Rentenbezug also etwa das 240-fache des Monatsbetrags. Zweitens ist der Zuwachs oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze null: Wer 8.450 € im Monat überschreitet, erwirbt mit dem Mehrverdienst keinen einzigen zusätzlichen Punkt. Zum Vergleich gilt die Standardrente von 45 Punkten als Maßstab — sie unterstellt 45 Jahre Durchschnittsverdienst und wird von den wenigsten erreicht.
Dieser Rechner ist eine Hochrechnung und keine Rentenauskunft. Er unterstellt, dass du bis zur Regelaltersgrenze durchgehend zu diesem Gehalt beitragspflichtig arbeitest — jede Lücke, jede Teilzeitphase und jeder Wechsel in die Selbstständigkeit senkt das Ergebnis. Umgekehrt fehlen ihm die Zeiten, die Punkte bringen, ohne dass du dafür arbeitest: Kindererziehung, Pflege, Ausbildung. Was am Ende ausgezahlt wird, steht zudem brutto da; Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner gehen noch ab, und ein Teil ist steuerpflichtig. Verbindlich ist der Rentenbescheid.
Kurz beantwortet
Wie viel Rente bringt ein Rentenpunkt?
42,52 € im Monat, seit dem 2026er Rentenwert — und zwar für jeden Monat des gesamten Rentenbezugs. Der Wert wird jährlich zum 1. Juli angepasst und ist seit Juli 2023 in Ost und West gleich. Wer 20 Jahre Rente bezieht, bekommt für einen einzigen Punkt also rund 10.205 € ausgezahlt.
Wie viel muss ich verdienen für einen ganzen Rentenpunkt?
Genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten: 51.944 € brutto im Jahr, also rund 4.329 € im Monat. Dieser Wert wird jedes Jahr neu festgesetzt und steigt mit den Löhnen — deshalb bedeutet ein Punkt in zehn Jahren ein höheres Gehalt als heute, aber auch eine höhere Rente je Punkt.
Lohnt es sich, mehr als die Beitragsbemessungsgrenze zu verdienen?
Für die gesetzliche Rente nicht. Oberhalb von 101.400 € im Jahr werden keine Rentenbeiträge mehr erhoben, und entsprechend entstehen keine Entgeltpunkte. Der Höchstwert liegt damit bei knapp 1,95 Punkten je Jahr. Für das Nettogehalt ist der Mehrverdienst natürlich trotzdem etwas wert — nur eben nicht für die Rente.
Was sind 45 Entgeltpunkte wert?
1.913 € brutto im Monat. Diese Zahl heißt Standardrente oder Eckrente und dient als Rechengröße für Vergleiche — sie unterstellt 45 Jahre Arbeit zum jeweiligen Durchschnittsverdienst. Als Erwartung taugt sie wenig: Die tatsächliche Durchschnittsrente liegt deutlich darunter, weil kaum jemand 45 lückenlose Durchschnittsjahre zusammenbekommt.
Zählt Elternzeit für die Rente?
Ja, und zwar erheblich. Für Kinder ab 1992 werden drei Jahre Kindererziehungszeit angerechnet, bewertet mit je einem Entgeltpunkt — also fast drei Punkte je Kind, ohne dass dafür gearbeitet werden muss. Dazu kommt die Berücksichtigungszeit bis zum zehnten Geburtstag, die vor allem bei Teilzeitarbeit die Bewertung anhebt. Dieser Rechner bildet beides nicht ab; er zeigt allein, was Erwerbsarbeit erzeugt.