Rechner · Arbeit & Gehalt
ElterngeldPlus-Rechner
Ein Monat Basiselterngeld lässt sich gegen zwei Monate ElterngeldPlus tauschen (§ 4 Abs. 1 BEEG), und ElterngeldPlus beträgt höchstens die Hälfte des Basiselterngeldes, das OHNE Einkommen zustünde (§ 4a Abs. 2 BEEG). Ohne Teilzeitarbeit ist das ein Nullsummentausch: halber Betrag, doppelte Zeit, dieselbe Summe. Der Unterschied entsteht erst, wenn du während des Bezugs arbeitest — dann frisst das Teilzeiteinkommen den Basisbetrag auf, während beim Plus die Deckelung greift und der Betrag stehen bleibt. Dazu kommen bis zu 4 Partnerschaftsbonus-Monate je Elternteil, wenn beide zwischen 24 und 32 Wochenstunden arbeiten.
Beide Wege nebeneinander — als Summe, nicht als Monatsbetrag
Ein Monatsbetrag beantwortet die Frage nicht: Der eine Weg zahlt mehr je Monat, der andere über mehr Monate. Verglichen wird deshalb, was am Ende des ganzen Bezugs zusammengekommen ist.
Durchschnitt der zwölf Monate vor der Geburt. Über 2.770 € wird nicht weiter gerechnet — der Höchstbetrag von 1.800 € ist dann ohnehin erreicht.
Hier entscheidet sich alles. Bei 0 € bringen beide Wege dieselbe Summe. Erlaubt sind während des Bezugs bis zu 32 Wochenstunden; das Elterngeld ersetzt dann nur noch den Wegfall, also die Differenz zum früheren Netto.
Beiden Eltern stehen zusammen 12 Monatsbeträge zu, mit den 2 Partnermonaten 14. Trage ein, wie viele davon auf dich entfallen — gerechnet wird dein Anspruch, nicht der des Haushalts.
Nach § 4b BEEG gibt es dann bis zu 4 zusätzliche ElterngeldPlus-Monate je Elternteil, mindestens 2. Beide Eltern müssen sie gleichzeitig und in aufeinanderfolgenden Lebensmonaten nehmen — und beide müssen in dem Korridor arbeiten.
Beide Wege bringen gleich viel — dann entscheidet allein, über wie viele Monate du es verteilen willst.
Die Rechnung bildet die Regel ab, nicht deinen Einzelfall — Freibeträge und Sonderfälle können sie verschieben. Maßgeblich sind deine Abrechnung und dein Bescheid. Dieser Rechner ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
| Ersatzrate deines Nettos | 65,0 % |
|---|---|
| Basiselterngeld je Monat | 1.430,00 € |
| ElterngeldPlus je Monat | 715,00 € |
| Basiselterngeld über 12 Monate | 17.160 € |
| ElterngeldPlus über 24 Monate | 17.160 € |
| Vorteil Basiselterngeld | 0 € |
Ohne Teilzeiteinkommen ist ElterngeldPlus genau die Hälfte des Basiselterngeldes über die doppelte Zeit — beide Wege bringen dieselbe Summe. Der Unterschied entsteht erst, wenn du während des Bezugs arbeitest.
Der Rechner vergleicht Summen und keine Bewilligung. Er rechnet mit deinem eingetragenen Netto — die Elterngeldstelle ermittelt das Bemessungsentgelt selbst aus dem Brutto mit pauschalen Abzügen, und bei Selbstständigen aus dem letzten Wirtschaftsjahr. Nicht abgebildet sind der Mehrlingszuschlag, die besonderen Monatszahlen bei Frühgeburten, die Anrechnung von Mutterschaftsleistungen und der Wegfall des Anspruchs ab einem zu versteuernden Einkommen von 175.000 €. Der Partnerschaftsbonus setzt voraus, dass BEIDE Eltern im Stundenkorridor arbeiten; fällt die Voraussetzung nachträglich weg, wird er zurückgefordert. Verbindlich ist der Bescheid der Elterngeldstelle.
Derselbe Fall, fünf Teilzeiteinkommen
Bei 0 € bringen beide Wege dieselbe Summe — der Tausch ist dann neutral. Mit jedem Euro Teilzeitverdienst verschiebt sich das Bild zugunsten des ElterngeldPlus, weil die Deckelung den Plus-Betrag hält, während der Basisbetrag mit der Anrechnung fällt.
| Netto aus Teilzeit | Der bessere Weg bringt |
|---|---|
| keine Teilzeit | 17.160 € über den ganzen Bezug |
| 600 € | 17.160 € über den ganzen Bezug |
| 1.000 € | 17.160 € über den ganzen Bezug |
| 1.500 € | 10.920 € über den ganzen Bezug |
| 2.000 € | 7.200 € über den ganzen Bezug |
Wo die Zahl endet
Der Rechner rechnet die Formel, nicht deinen Fall.
Zitieren
Sören Striewski: „ElterngeldPlus-Rechner“. Klarbelegt. https://klarbelegt.de/rechner/elterngeld-plus
Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.
Warum der Tausch ohne Teilzeit nichts bringt — und mit Teilzeit viel
Zwei Wege durch denselben Anspruch, verglichen als Summe über den ganzen Bezug: Basiselterngeld über die gewählten Monate gegen ElterngeldPlus über die doppelte Zahl, gegebenenfalls plus 4 Partnerschaftsbonus-Monate. Darunter stehen beide Monatsbeträge einzeln, damit sichtbar bleibt, wo der Unterschied entsteht.
Der Umtausch ist 1:2, die Deckelung ist 1:2 — ohne Teilzeiteinkommen heben sich beide auf, und die Summe ist in beiden Wegen dieselbe. Das ist kein Rechenfehler, sondern die Konstruktion des Gesetzes: ElterngeldPlus soll nicht mehr Geld bringen, sondern mehr Zeit. Sobald du während des Bezugs arbeitest, laufen die beiden Größen auseinander, weil sie an verschiedenen Zahlen hängen: Der Basisbetrag bemisst sich am WEGGEFALLENEN Einkommen und schrumpft mit jedem verdienten Euro, der Plus-Deckel dagegen am Betrag OHNE Einkommen und bleibt, wo er ist. Ab einem gewissen Teilzeitverdienst zahlt Plus deshalb je Monat fast so viel wie Basis — bei doppelter Monatszahl.
Dieser Rechner rechnet deinen Anspruch, nicht den des Haushalts: Die 14 Monatsbeträge teilen sich beide Eltern, und wie sie sie aufteilen, ist eine Absprache und keine Formel. Er sagt auch nicht, ob dein Arbeitgeber die Teilzeit während der Elternzeit mitmacht — der Anspruch darauf steht in § 15 BEEG und hat eigene Voraussetzungen. Und er bildet die zeitliche Lage nicht ab: ElterngeldPlus lässt sich bis zum 32. Lebensmonat beziehen, Basiselterngeld nur bis zum 14. Was am Ende bewilligt wird, entscheidet die Elterngeldstelle.
Kurz beantwortet
Lohnt sich ElterngeldPlus, wenn ich gar nicht arbeite?
Finanziell nicht — es kommt exakt dieselbe Summe heraus, nur über die doppelte Zeit verteilt. Ein Monat Basiselterngeld wird gegen zwei Monate zum halben Betrag getauscht. Sinnvoll ist Plus dann trotzdem, wenn dir die längere Laufzeit hilft: Der Bezug reicht bis zum 32. Lebensmonat des Kindes und überbrückt damit die Lücke bis zum Kita-Platz, während Basiselterngeld mit dem 14. Lebensmonat endet.
Warum bekomme ich bei Teilzeit mit ElterngeldPlus mehr?
Weil die beiden Beträge an verschiedenen Größen hängen. Das Basiselterngeld ersetzt einen Anteil des WEGGEFALLENEN Einkommens — verdienst du während des Bezugs, sinkt es entsprechend. Das ElterngeldPlus ist dagegen nach § 4a Abs. 2 BEEG auf die Hälfte des Betrags gedeckelt, der dir OHNE Einkommen zustünde; diese Hälfte bleibt gleich, egal was du verdienst. Sobald der anteilige Basisbetrag unter diese Hälfte fällt, zahlt Plus je Monat genauso viel wie Basis — bei doppelter Monatszahl.
Wie viele Partnerschaftsbonus-Monate gibt es?
Zwei, drei oder vier je Elternteil (§ 4b BEEG) — als zusätzliche ElterngeldPlus-Monatsbeträge über den regulären Anspruch hinaus. Die Bedingung ist streng: Beide Eltern müssen im Durchschnitt des Lebensmonats zwischen 24 und 32 Wochenstunden arbeiten, gleichzeitig und in aufeinanderfolgenden Lebensmonaten. Fällt einer aus dem Korridor, entfällt der Bonus für beide und wird zurückgefordert.
Kann ich Basiselterngeld und ElterngeldPlus mischen?
Ja, und das ist der Regelfall. Der Umtausch geschieht monatsweise: Für jeden Lebensmonat entscheidest du getrennt, ob du einen Basismonat nimmst oder ihn gegen zwei Plus-Monate tauschst. Viele nehmen die ersten Monate als Basiselterngeld, solange gar nicht gearbeitet wird, und steigen danach auf Plus um. Dieser Rechner vergleicht die beiden reinen Wege — die Mischung liegt zwangsläufig dazwischen.
Wie viele Stunden darf ich während des Elterngeldbezugs arbeiten?
Bis zu 32 Wochenstunden im Durchschnitt des Lebensmonats. Für den Partnerschaftsbonus gilt zusätzlich eine Untergrenze: Dort müssen es mindestens 24 Stunden sein, sonst gibt es ihn nicht. Wer mehr als 32 Stunden arbeitet, verliert den Elterngeldanspruch für diesen Monat ganz.