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Zinseszinsrechner
Zinseszins bedeutet: Die Erträge werfen selbst wieder Erträge ab. Bei sieben Prozent verdoppelt sich ein Kapital in gut zehn Jahren — das ist die berühmte 72er-Regel, und sie stimmt erstaunlich genau.
Aus wenig wird viel — mit Zeit
Jährliche Verzinsung mit Wiederanlage der Erträge, ohne Steuern und ohne weitere Einzahlungen.
Aus 10.000,00 € werden in 20 Jahren 26.532,98 € — davon 16.532,98 € Zinsen.
| Startkapital | 10.000,00 € |
|---|---|
| Zinsertrag | 16.532,98 € |
| Endkapital | 26.532,98 € |
| Ohne Zinseszins wären es | 20.000,00 € |
| Verdoppelt sich nach | 14,2 Jahren |
⚠ Ein konstanter Zinssatz über Jahrzehnte ist eine Rechenannahme, keine Prognose. Aktienmärkte schwanken, Sparzinsen ändern sich jährlich, und die Inflation zehrt am realen Ertrag — bei zwei Prozent Teuerung sind fünf Prozent nominal nur knapp drei Prozent real.
Endkapital aus 10.000 € bei 5 % pro Jahr
Die Kurve wird mit der Zeit steiler — nicht der Zinssatz wächst, sondern die Basis.
| Laufzeit | Endkapital |
|---|---|
| 5 Jahre | 12.762,82 € Endkapital |
| 10 Jahre | 16.288,95 € Endkapital |
| 20 Jahre | 26.532,98 € Endkapital |
| 30 Jahre | 43.219,42 € Endkapital |
| 40 Jahre | 70.399,89 € Endkapital |
Die 72er-Regel und warum sie funktioniert
Das Endkapital einer Einmalanlage bei jährlicher Verzinsung mit Wiederanlage, den reinen Zinsertrag und die Verdopplungszeit.
Teile 72 durch den Zinssatz, und du hast ungefähr die Verdopplungszeit: bei sechs Prozent zwölf Jahre, bei acht Prozent neun. Die Regel ist eine Näherung des Logarithmus und im üblichen Zinsbereich auf wenige Monate genau. Sie erklärt auch, warum die letzten Jahre einer langen Anlage mehr bringen als die ersten zwanzig zusammen.
Der Rechner rechnet nominal und ohne Steuern. Real bleibt weniger: Die Abgeltungsteuer nimmt gut ein Viertel der Erträge, die Inflation zusätzlich zwei bis drei Prozent im Jahr. Wer den realen Zuwachs sehen will, setzt den Zinssatz um die erwartete Teuerungsrate niedriger an.
Kurz beantwortet
Wie funktioniert die 72er-Regel?
72 geteilt durch den Zinssatz ergibt näherungsweise die Jahre bis zur Verdopplung. Bei vier Prozent sind das 18 Jahre, bei neun Prozent acht. Die exakte Rechnung über den Logarithmus liefert 17,7 und 8,0 Jahre — nah genug fürs Kopfrechnen.
Warum ist der Zinseszins bei langen Laufzeiten so stark?
Weil er exponentiell wächst, nicht linear. Aus 10.000 € werden bei fünf Prozent nach zehn Jahren 16.289 €, nach zwanzig 26.533 € und nach vierzig 70.400 €. Die zweiten zwanzig Jahre bringen fast das Dreifache der ersten — dieselbe Rechnung, nur eine größere Basis.
Wie wirkt sich die Inflation aus?
Sie zieht direkt vom Zinssatz ab. Fünf Prozent Zinsen bei zwei Prozent Teuerung ergeben real rund 2,9 Prozent — nicht drei, weil die Rechnung ein Quotient und keine Differenz ist. Über dreißig Jahre macht dieser Unterschied im Endkapital mehrere tausend Euro aus.