Rechner · Alltag
Kindesunterhalt 2026: Tabelle und Rechner
Die Düsseldorfer Tabelle 2026 nennt den Bedarf; der Zahlbetrag entsteht nach Kindergeldabzug. Bei 3.000 € bereinigtem Netto und einem Kind von 6 bis 11 Jahren sind das 642 € Bedarf und 512,50 € Zahlbetrag.
Vom Tabellenwert zum Zahlbetrag
Die Aufschlüsselung trennt beides sichtbar: oben der Bedarf aus der Tabelle, darunter der Kindergeldabzug, dann der Betrag, der tatsächlich fließt.
Das Netto nach Abzug berufsbedingter Aufwendungen, angemessener Schulden und der Altersvorsorge bis 4 % (bzw. 5 % bei Selbständigen) des Bruttoeinkommens. Nicht das, was auf der Gehaltsabrechnung steht.
Die Altersstufe wechselt mit dem Geburtstag. Ab 18 gilt die vereinfachte Kontrollrechnung nur für unverheiratete Kinder unter 21, die bei einem Elternteil wohnen und eine allgemeine Schulausbildung absolvieren. Für andere Volljährige bildet sie den angemessenen Selbstbehalt und die individuelle Haftung der Eltern nicht ab.
Für die Kontrollrechnung darunter. Die Tabelle ist auf zwei Berechtigte zugeschnitten; bei mehr oder weniger kann das Gericht eine andere Einkommensgruppe ansetzen.
Der notwendige Eigenbedarf beträgt 1.450,00 € für Erwerbstätige und 1.200,00 € sonst — der Unterschied ist der Anreiz, arbeiten zu gehen.
Der Tabellenwert lautet 642,00 € — zu zahlen sind nach Anrechnung des Kindergeldes 512,50 €.
Die Rechnung bildet die Regel ab, nicht deinen Einzelfall — Freibeträge und Sonderfälle können sie verschieben. Maßgeblich ist die Entscheidung der zuständigen Stelle. Dieser Rechner ist keine Rechtsberatung.
Der Link enthält deine Eingaben. Beim Öffnen wird das Ergebnis neu berechnet.
| Bereinigtes Nettoeinkommen | 3.000,00 € |
|---|---|
| Einkommensgruppe der Tabelle | Gruppe 4 |
| Bedarf laut Tabelle (6 bis 11 Jahre) | 642,00 € |
| Hälftiges Kindergeld (§ 1612b BGB) | − 129,50 € |
| Zahlbetrag je Kind | 512,50 € |
| Notwendiger Eigenbedarf, erwerbstätig | 1.450,00 € |
| Bleibt dem Unterhaltspflichtigen | 2.487,50 € |
Die Düsseldorfer Tabelle hat keine Gesetzeskraft — sie ist eine Leitlinie, von der ein Familiengericht begründet abweichen darf. Der Rechner bildet die Grundrechnung ab, nicht den Einzelfall: Nicht abgebildet sind die Bereinigung des Einkommens (sie geht dem Rechner voraus), die Ein- oder Herabstufung wegen der Zahl der Berechtigten, der Bedarfskontrollbetrag, Mehr- und Sonderbedarf, das Wechselmodell, eigene Einkünfte des Kindes und der Bedarf auswärts wohnender Studierender (990,00 € in der Regel). Bei Kindern verschiedener Altersstufen ist jedes Kind einzeln zu rechnen. Keine Rechtsberatung.
Zahlbeträge 2026 nach Kindergeldabzug
Je Kind und Monat: 129,50 € Kindergeldabzug bei Minderjährigen, 259 € ab 18.
Grundbeträge, kein individueller Zahlungsanspruch: Im Mangelfall kann der Zahlbetrag sinken. Ab 18: Kinder im Elternhaushalt; eigene Einkünfte, Haftungsanteile beider Eltern und angemessener Selbstbehalt sind gesondert zu prüfen.
| Gruppe · bereinigtes Netto/Monat | 0 bis 5 Jahre | 6 bis 11 Jahre | 12 bis 17 Jahre | ab 18 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| 1 · bis 2.100 € | 356,50 € | 428,50 € | 523,50 € | 439,00 € |
| 2 · 2.101–2.500 € | 381,50 € | 456,50 € | 556,50 € | 474,00 € |
| 3 · 2.501–2.900 € | 405,50 € | 484,50 € | 589,50 € | 509,00 € |
| 4 · 2.901–3.300 € | 429,50 € | 512,50 € | 621,50 € | 544,00 € |
| 5 · 3.301–3.700 € | 454,50 € | 540,50 € | 654,50 € | 579,00 € |
| 6 · 3.701–4.100 € | 493,50 € | 585,50 € | 706,50 € | 635,00 € |
| 7 · 4.101–4.500 € | 531,50 € | 629,50 € | 759,50 € | 691,00 € |
| 8 · 4.501–4.900 € | 570,50 € | 674,50 € | 811,50 € | 747,00 € |
| 9 · 4.901–5.300 € | 609,50 € | 719,50 € | 863,50 € | 802,00 € |
| 10 · 5.301–5.700 € | 648,50 € | 763,50 € | 915,50 € | 858,00 € |
| 11 · 5.701–6.400 € | 687,50 € | 808,50 € | 968,50 € | 914,00 € |
| 12 · 6.401–7.200 € | 726,50 € | 853,50 € | 1.020,50 € | 970,00 € |
| 13 · 7.201–8.200 € | 765,50 € | 897,50 € | 1.072,50 € | 1.026,00 € |
| 14 · 8.201–9.700 € | 804,50 € | 942,50 € | 1.124,50 € | 1.082,00 € |
| 15 · 9.701–11.200 € | 842,50 € | 986,50 € | 1.176,50 € | 1.137,00 € |
Bedarfstabelle 2026 vor Kindergeldabzug
Monatlicher Tabellenbedarf je Kind. Das Kindergeld ist hier noch nicht abgezogen; der Bedarfskontrollbetrag ist nicht der Selbstbehalt.
Leitlinie ohne Gesetzeskraft, ausgelegt auf zwei Unterhaltsberechtigte. Das Gericht kann die Einkommensgruppe anpassen. Auch hier betrifft die Spalte ab 18 Kinder, die bei einem Elternteil wohnen.
| Gruppe · bereinigtes Netto/Monat | 0 bis 5 Jahre | 6 bis 11 Jahre | 12 bis 17 Jahre | ab 18 Jahre | Prozentsatz | Bedarfskontrollbetrag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 · bis 2.100 € | 486 € | 558 € | 653 € | 698 € | 100 % | 1.200 / 1.450 € |
| 2 · 2.101–2.500 € | 511 € | 586 € | 686 € | 733 € | 105 % | 1.750 € |
| 3 · 2.501–2.900 € | 535 € | 614 € | 719 € | 768 € | 110 % | 1.850 € |
| 4 · 2.901–3.300 € | 559 € | 642 € | 751 € | 803 € | 115 % | 1.950 € |
| 5 · 3.301–3.700 € | 584 € | 670 € | 784 € | 838 € | 120 % | 2.050 € |
| 6 · 3.701–4.100 € | 623 € | 715 € | 836 € | 894 € | 128 % | 2.150 € |
| 7 · 4.101–4.500 € | 661 € | 759 € | 889 € | 950 € | 136 % | 2.250 € |
| 8 · 4.501–4.900 € | 700 € | 804 € | 941 € | 1.006 € | 144 % | 2.350 € |
| 9 · 4.901–5.300 € | 739 € | 849 € | 993 € | 1.061 € | 152 % | 2.450 € |
| 10 · 5.301–5.700 € | 778 € | 893 € | 1.045 € | 1.117 € | 160 % | 2.550 € |
| 11 · 5.701–6.400 € | 817 € | 938 € | 1.098 € | 1.173 € | 168 % | 2.850 € |
| 12 · 6.401–7.200 € | 856 € | 983 € | 1.150 € | 1.229 € | 176 % | 3.250 € |
| 13 · 7.201–8.200 € | 895 € | 1.027 € | 1.202 € | 1.285 € | 184 % | 3.750 € |
| 14 · 8.201–9.700 € | 934 € | 1.072 € | 1.254 € | 1.341 € | 192 % | 4.350 € |
| 15 · 9.701–11.200 € | 972 € | 1.116 € | 1.306 € | 1.396 € | 200 % | 5.050 € |
Wo die Zahl endet
Der Rechner rechnet die Formel, nicht deinen Fall.
Zitieren
Sören Striewski: „Kindesunterhalt 2026: Tabelle und Rechner“. Klarbelegt. https://klarbelegt.de/rechner/kindesunterhalt
Der Stand ist der Stand der Daten, nicht der Tag deines Abrufs — deshalb stehen beide da. Wer den Wert selbst übernimmt, zitiert zusätzlich die amtliche Quelle: Sie steht mit Lizenz und Datum unter jeder Tabelle und jeder Grafik dieser Seite.
Die Tabelle, die keine Rechtsnorm ist
Die Tabellen zeigen Bedarf und Grund-Zahlbeträge je Kind. Der Rechner ergänzt eine vereinfachte Selbstbehaltsprüfung.
Leitlinie ohne Gesetzeskraft für zwei Berechtigte: Das Gericht kann die Gruppe anpassen. Oberhalb von 11.200 € ist der Bedarf konkret darzulegen.
Bereinigtes Nettoeinkommen muss bekannt sein. Die Mangelfallrechnung unterstellt Kinder derselben Altersstufe; individuelle Volljährigenhaftung ist nicht berechnet. Weitere Grenzen stehen direkt unter der Rechnung. Am Ende entscheidet das Familiengericht. Keine Rechtsberatung.
Kurz beantwortet
Ist der Tabellenbetrag der Betrag, den ich überweisen muss?
Nein. In der Tabelle steht der Bedarf, überwiesen wird der Zahlbetrag — dazwischen liegt das Kindergeld. Bei Minderjährigen wird die Hälfte angerechnet (129,50 €), bei Volljährigen das volle Kindergeld (259,00 €). Die Tabelle sagt das in ihrer ersten Anmerkung selbst: „Der Bedarf ist nicht identisch mit dem Zahlbetrag.“ Wer den Tabellenwert überweist, zahlt jeden Monat den Kindergeldanteil zu viel.
Ist die Düsseldorfer Tabelle ein Gesetz?
Nein. Sie ist eine Leitlinie, auf die sich die Oberlandesgerichte und die Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages verständigt haben, und sie hat nach ihrer eigenen Anmerkung A. I keine Gesetzeskraft. Gesetzlich festgelegt ist nur der Mindestunterhalt der ersten Einkommensgruppe (§ 1612a BGB in Verbindung mit der Mindestunterhaltsverordnung). Trotzdem wenden alle Familiengerichte sie an — eine Abweichung braucht eine Begründung.
Was ist ein Mangelfall?
Ein Fall, in dem das Einkommen nach Abzug des notwendigen Eigenbedarfs nicht für alle gleichrangig Berechtigten reicht. Der Eigenbedarf beträgt 1.450,00 € bei Erwerbstätigen und 1.200,00 € sonst. Dann wird nicht der Tabellenbetrag geschuldet, sondern die Verteilungsmasse — Einkommen minus Eigenbedarf — im Verhältnis der Einsatzbeträge auf die Kinder aufgeteilt (Anmerkung C). Minderjährige Kinder und privilegierte Volljährige gehen dabei allen anderen vor (§ 1609 Nr. 1 BGB).
Wie lange muss ich Unterhalt zahlen?
Bis das Kind wirtschaftlich selbständig ist, nicht bis zu einem festen Alter. Für die erste Ausbildung oder ein Studium besteht der Anspruch fort, solange es zielstrebig betrieben wird. Ab der Volljährigkeit haften beide Elternteile anteilig nach ihren Einkommensverhältnissen — der betreuende Elternteil ist dann nicht mehr durch die Betreuung befreit. Für ein auswärts wohnendes Kind in Ausbildung setzt die Tabelle in der Regel 990,00 € an, davon bis zu 440,00 € für die Warmmiete.
Was zählt zum bereinigten Nettoeinkommen?
Alle Einkünfte abzüglich Steuern und Sozialabgaben, berufsbedingter Aufwendungen (pauschal 5 % des Nettoeinkommens, mindestens 50 € und höchstens 150 €), berücksichtigungsfähiger Schulden und einer zusätzlichen Altersvorsorge von bis zu 4 % des Bruttoeinkommens. Hinzu kommen Wohnvorteile bei selbst genutztem Eigentum, Steuererstattungen und Sachbezüge wie ein Dienstwagen. Genau diese Bereinigung ist der häufigste Streitpunkt — der Rechner setzt sie als erledigt voraus.