Rechner · Geld & Finanzen

Hauskauf-Budget-Rechner

Die Rate bestimmt das Darlehen, das Eigenkapital muss die Nebenkosten decken. Und die sind kein Detail: Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 und 6,5 %, dazu rund 2,0 % Notar und Grundbuch und gegebenenfalls Maklercourtage.

§ 11 GrEStG · Landessätze

Was deine Rate an Kaufpreis trägt

Die Kaufnebenkosten sind im Ergebnis bereits abgezogen — sie lassen sich in der Regel nicht mitfinanzieren.

Faustregel: höchstens 35 % des Haushaltsnettoeinkommens.

Beim Kauf durch Verbraucher höchstens die Hälfte der Gesamtcourtage (§ 656c BGB). Ohne Makler: 0.

Maximaler Kaufpreis
343.941€ Kaufpreis

Mit 1.400 € Rate und 80.000 € Eigenkapital trägst du einen Kaufpreis von 343.941 € — die Nebenkosten sind darin schon berücksichtigt.

Aufschlüsselung des Ergebnisses
Mögliches Darlehen305.455 €
Eigenkapital80.000 €
Kaufnebenkosten (12,1 %)− 41.514 €
Maximaler Kaufpreis343.941 €
Davon Grunderwerbsteuer22.356 €

⚠ Der Notarkostensatz ist eine Faustregel — die Gebühren nach dem GNotKG sind degressiv und fallen bei hohen Kaufpreisen anteilig niedriger aus. Banken verlangen in der Regel, dass das Eigenkapital mindestens die Nebenkosten deckt; ob sie finanzieren, entscheidet die Bonität.

Beispiele · gerechnet

Maximaler Kaufpreis bei 80.000 € Eigenkapital und 3,5 % Zins

Bei 2 % Tilgung und 6,5 % Grunderwerbsteuer — die Rate ist der Hebel.

Maximaler Kaufpreis bei 80.000 € Eigenkapital und 3,5 % Zins
Monatliche RateKaufpreis
1.000 €266.067 € Kaufpreis
1.400 €343.941 € Kaufpreis
1.800 €421.814 € Kaufpreis
2.200 €499.688 € Kaufpreis
Zahlen einordnen

Die Nebenkosten kauft man nicht mit

Was die Zahl zeigt

Den Kaufpreis, den eine gegebene Monatsrate zusammen mit dem Eigenkapital trägt — nach Abzug der Kaufnebenkosten.

Wie du sie liest

Die Nebenkosten sind der Grund, warum das Eigenkapital nicht direkt in den Kaufpreis fließt. Bei 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer, 2 Prozent Notar und Grundbuch und 3,57 Prozent Maklercourtage sind das über zwölf Prozent — bei 400.000 € Kaufpreis also fast 50.000 €, die weg sind, bevor die erste Wand steht. Banken finanzieren sie ungern mit, weil ihnen kein Sachwert gegenübersteht.

Wo die Grenze liegt

Der Rechner sagt, was rechnerisch geht — nicht, was vernünftig ist. Instandhaltungsrücklagen, Umzugs- und Renovierungskosten, mögliche Zinssteigerungen nach der Zinsbindung und die Frage, ob die Rate auch bei Elternzeit oder Jobwechsel tragbar bleibt, stehen in keinem Feld.

Nebenkosten im Detail aufschlüsseln →
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Mindestens die Kaufnebenkosten, also je nach Bundesland und Maklerlage acht bis zwölf Prozent des Kaufpreises. Banken sehen zwanzig Prozent gern; jeder Euro darüber senkt den Zinssatz spürbar, weil die Beleihung sinkt.

Welche Rate ist tragbar?

Als Faustregel gelten 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens für Zins und Tilgung. Dazu kommen Nebenkosten fürs Wohnen — Heizung, Strom, Grundsteuer, Rücklage —, die bei einem Haus schnell weitere 300 bis 500 € im Monat ausmachen.

Warum ist die Grunderwerbsteuer so unterschiedlich?

Seit der Föderalismusreform 2006 setzt jedes Bundesland den Satz selbst fest. Bayern blieb beim Bundessatz von 3,5 Prozent, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Saarland und Thüringen verlangen 6,5 Prozent. Auf 400.000 € Kaufpreis sind das 12.000 € Unterschied.

Das fragen sich viele als Nächstes

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