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Renditerechner
Die Gesamtrendite sagt, wie viel mehr geworden ist. Die Jahresrendite sagt, wie gut das war — und nur sie lässt sich mit anderen Anlagen vergleichen. 50 Prozent in zwei Jahren sind etwas völlig anderes als 50 Prozent in zehn.
Gesamtrendite und Jahresrendite
Gerechnet als geometrisches Mittel (CAGR) — der arithmetische Durchschnitt überschätzt systematisch.
Aus 10.000,00 € wurden 16.000,00 € — das sind 6,05 % im Jahr, zusammen 60,0 %.
| Einsatz | 10.000,00 € |
|---|---|
| Endwert | 16.000,00 € |
| Gewinn | 6.000,00 € |
| Gesamtrendite | 60,0 % |
| Rendite pro Jahr | 6,05 % |
⚠ Die Rechnung gilt für eine Einmalanlage ohne Zwischenein- und -auszahlungen. Wer laufend eingezahlt hat, braucht eine interne Zinsfußrechnung — dieselbe Formel liefert dort eine zu hohe Zahl.
Jahresrendite aus 10.000 € geworden 16.000 €
Derselbe Gewinn, andere Zeit — deshalb ist die Gesamtrendite allein wertlos.
| Haltedauer | Rendite pro Jahr |
|---|---|
| 2 Jahre | 26,49 % pro Jahr |
| 5 Jahre | 9,86 % pro Jahr |
| 8 Jahre | 6,05 % pro Jahr |
| 15 Jahre | 3,18 % pro Jahr |
Warum der Durchschnitt der Jahresrenditen lügt
Die Gesamtrendite einer Anlage und die daraus abgeleitete durchschnittliche Jahresrendite über die Haltedauer.
Gerechnet wird geometrisch, nicht arithmetisch — und das ist mehr als eine Feinheit. Ein Depot, das ein Jahr 50 Prozent gewinnt und im nächsten 50 Prozent verliert, steht bei 75 Prozent des Einsatzes, obwohl der arithmetische Durchschnitt null ergibt. Nur das geometrische Mittel bildet ab, was tatsächlich im Depot liegt.
Die Rendite sagt nichts über das eingegangene Risiko und nichts über die Steuer. Nach Abgeltungsteuer bleiben von einem Kursgewinn rund drei Viertel; die Inflation zieht real weitere zwei bis drei Prozentpunkte pro Jahr ab. Eine nominale Rendite von vier Prozent kann real bei null liegen.
Kurz beantwortet
Was ist der Unterschied zwischen Gesamt- und Jahresrendite?
Die Gesamtrendite ist der prozentuale Zuwachs über die ganze Zeit, die Jahresrendite der jährliche Durchschnitt daraus. 60 Prozent Gesamtrendite über acht Jahre entsprechen 6,05 Prozent pro Jahr — und nur diese Zahl lässt sich mit Tagesgeldzinsen oder anderen Anlagen vergleichen.
Warum nicht einfach Gesamtrendite durch Jahre teilen?
Weil das den Zinseszins ignoriert. 60 Prozent geteilt durch acht wären 7,5 Prozent — tatsächlich sind es 6,05. Je länger die Haltedauer, desto größer der Fehler dieser Milchmädchenrechnung.
Wie rechne ich die Rendite bei laufenden Einzahlungen?
Dafür braucht es den internen Zinsfuß, der jede Einzahlung nach ihrer Liegedauer gewichtet. Dieser Rechner setzt eine Einmalanlage voraus; für Sparpläne ist der Sparplan-Rechner der passende Ausgangspunkt.