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Altersvorsorgedepot-Rechner
Ab 2027 zahlt der Staat auf die ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr 50 % dazu und auf den Teil bis 1.800 € noch 25 % — zusammen höchstens 540 € im Jahr. Dazu kommen 300 € je Kind. Die Förderquote sinkt mit steigendem Beitrag: Bei 360 € sind es 50 %, bei 1.800 € nur noch 30 %.
Was der Staat auf deinen Beitrag legt
Gefördert wird nicht mehr nach Einkommen wie bei Riester, sondern nach eingezahltem Betrag — und der erste Teil deutlich stärker als der zweite.
360 € im Jahr sind 30,00 € im Monat — bis dorthin ist die Förderung am stärksten.
Einmaliger Bonus, nicht jährlich.
Auf 1.800 € Eigenbeitrag zahlt der Staat ab 2027 540 € dazu — eine Förderquote von 30,0 %. Im Depot landen damit 2.340 € im Jahr.
| Erste 360 € — 50 % Förderung | 180 € |
|---|---|
| Beitrag bis 1.800 € — 25 % Förderung | 360 € |
| Grundzulage | 540 € |
| Kinderzulage | 0 € |
| Berufseinsteigerbonus, einmalig | 0 € |
| Zulage insgesamt | 540 € |
| Eigenbeitrag ohne Förderung | 0 € |
| Förderquote auf den Eigenbeitrag | 30,0 % |
⚠ Gerechnet wird ausschließlich die Zulage. Der Sonderausgabenabzug bleibt außen vor: Ob er über die Zulage hinaus etwas bringt, entscheidet die Günstigerprüfung des Finanzamts am individuellen Steuersatz — und die Einzelheiten dazu stehen im BMF-Anwendungsschreiben, das noch nicht vorliegt. Die Förderparameter stammen aus dem verkündeten Gesetz; die Produkte selbst gibt es erst ab 2027, ihre Kosten und Bedingungen kennt heute niemand. Keine Anlageberatung.
Förderquote je Eigenbeitrag, ohne Kinder
Die Zulage steigt mit dem Beitrag, die Quote fällt. Wer nur die erste Stufe füllt, holt die stärkste Förderung — jeder Euro darüber wird nur noch halb so hoch bezuschusst.
| Eigenbeitrag im Jahr | Zulage |
|---|---|
| 120 € (10 € im Monat) | 60 € Zulage im Jahr |
| 360 € (30 € im Monat) | 180 € Zulage im Jahr |
| 900 € (75 € im Monat) | 315 € Zulage im Jahr |
| 1.800 € (150 € im Monat) | 540 € Zulage im Jahr |
| 3.000 € (250 € im Monat) | 540 € Zulage im Jahr |
Warum die Förderquote wichtiger ist als die Zulage
Die staatliche Zulage auf einen Eigenbeitrag zum Altersvorsorgedepot ab 2027, aufgeteilt in Grundzulage, Kinderzulage und Berufseinsteigerbonus — samt Förderquote.
Die Zulage ist gestaffelt, und das ändert die Antwort auf „wie viel soll ich einzahlen?“ vollständig. Die ersten 360 € im Jahr werden mit 50 % bezuschusst — eine Rendite, die kein Kapitalmarkt liefert und die es sofort gibt. Der Teil darüber bekommt nur noch 25 %, und ab 1.800 € gar nichts mehr. Wer Kinder hat, verschiebt das Bild noch einmal: 300 € je Kind hängen nicht am eigenen Beitrag, sondern kommen obendrauf.
Eine hohe Förderquote ist kein Argument für ein Produkt, sondern nur für einen Beitrag. Was am Ende herauskommt, hängt zusätzlich an drei Dingen, die der Rechner nicht kennt: an den Kosten des gewählten Depots (gesetzlich gedeckelt sind nur 1,0 % beim Basisprodukt), an der gewählten Garantiestufe — eine Beitragsgarantie kostet Rendite — und an der Steuer in der Auszahlungsphase, denn die Auszahlung ist voll nachgelagert zu versteuern.
Kurz beantwortet
Wer bekommt die Zulage überhaupt?
Der Kreis ist weiter als bei Riester: Neben Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung, Beamtinnen und Beamten und deren Ehepartnern sind erstmals auch Selbstständige und Freiberufler unmittelbar förderberechtigt — auch ohne Pflichtversicherung. Das war die größte Lücke des alten Systems.
Was passiert mit meinem Riester-Vertrag?
Er läuft weiter. Bestehende Verträge genießen Bestandsschutz und können nach den bisherigen Regeln weiter bespart werden; neu abgeschlossen werden können sie nicht mehr. Wer wechseln will, kann das Guthaben ins Altersvorsorgedepot übertragen — das gilt nicht als Kündigung, und bereits erhaltene Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten.
Muss ich das Geld verrenten lassen?
Nein, und das ist der zweite große Unterschied zu Riester. Zur Wahl stehen eine lebenslange Rente und ein Auszahlplan, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr laufen muss. Bis zu 30 % des Kapitals dürfen zu Beginn auf einen Schlag ausgezahlt werden, ohne dass die Förderung zurückzuzahlen ist.
Lohnt es sich, mehr als die Fördergrenze einzuzahlen?
Für die Zulage nicht — über 1.800 € im Jahr gibt es keine mehr. Der Mehrbetrag wäre im Depot zwar nicht verloren, unterläge aber denselben Bindungen wie der geförderte Teil: kein Zugriff vor dem Ruhestand, Auszahlung nachgelagert versteuert. Wer über die Grenze hinaus sparen will, ist in einem freien Depot flexibler.